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Verfassungsschutz: Antisemitismus

Was tun gegen Rassismus im Alltag?

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Der hessische Verfassungsschutz hat tausende Kommentare in sozialen Netzwerken ausgewertet. Das Ergebnis: Zehn Prozent sind antisemitisch! Antisemitismus und Rassismus sind im Alltag weit verbreitet. Was kann man dagegen tun? Dazu bietet das Ev. Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim am 18. November ein Argumentationstraining an.

An antisemitischen Äußerungen in sozialen Netzwerken sind Rechtsextreme und Muslime in etwa gleichermaßen beteiligt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der neuen Analysestelle des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz, die am Dienstag in Wiesbaden veröffentlicht wurde.

Kommentare aus rechtem Spektrum und muslimischem Hintergrund

Dazu wurden insgesamt 7000 Kommentare zu den Themenbereichen Juden/Judentum, Israel/Nahostkonflikt und Antisemitismus auf den Facebook-Auftritten der „Bild“-Zeitung und von „Focus“ sowie den Youtube-Kanälen von „Spiegel TV“ und „Galileo“ ausgewertet. 600 davon wurden von den Experten als antisemitisch eingestuft.

„Bei Beiträgen zum Thema Juden beziehungsweise Judentum im Allgemeinen halten sich antisemitische Kommentare aus dem rechten Spektrum und solche mit muslimischem Hintergrund quantitativ in etwa die Waage“, schreiben die Verfasser der Studie. Innerhalb des rechten Spektrums seien Nutzer mit erkennbaren Rechtsextremismusbezügen eher in der Unterzahl.

Rechtspopulistische Organisationen eher als Rechtsexremismus

Stattdessen überwiegen demnach Personen, die sich zu rechtspopulistischen Organisationen und Gruppierungen bekennen. Umgekehrt seien beim muslimischen Spektrum Bezüge und Bekenntnisse zu islamistischen Personen oder Gruppierungen eher die Ausnahme. Ein türkischer Hintergrund der Nutzer sei häufiger festzustellen als ein arabischer, was angesichts des hohen Anteils türkischstämmiger Menschen in Deutschland in der Studie als nicht weiter verwunderlich bezeichnet wird.

Rassismus im Berufsalltag - Ev. Dekanat bietet Argumentationstraining

Doch vorurteilsbeladene und rassistische Äußerungen  begegnen uns nicht nur privat und im Internet, sondern auch im beruflichen Alltag, sei es als Mitarbeiter einer Kita, in der Bildungsarbeit oder als Ehrenamtlicher in der Kirchengemeinde. Sie machen uns wütend, oftmals aber auch hilflos.

Sprachlosigkeit überwinden

Wie kann ich mich auf solche Situationen besser vorbereiten? Wie kann ich den Moment der Sprachlosigkeit überwinden?  Wie gelingt es mir, sinnvolle Argumentationsstrategien zu entwickeln, um überzeugend für eine politische Kultur einzutreten, die von Toleranz und gegenseitigem Respekt getragen ist? Das eintägige Training bietet die Möglichkeit, sich intensiv mit sogenannten ‚Stammtisch-Parolen’ auseinander zu setzen und Rede- und Verhaltensweisen einzuüben, die aus ohnmächtigem Schweigen herausführen.

Die Trainerin Manuela Ritz aus Berlin arbeitet seit mehr als zehn Jahren als freiberufliche Trainerin gegen Rassismus sowie im Bereich Empowerment für und mit Menschen mit Rassismus-Erfahrungen. Sie bietet Übungen an, die sowohl situatives Handeln als auch nützliche Kommunikationstechniken spielerisch erproben.

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· Informationen bei Johanna Becker, Fachstelle Bildung, Tel.: 06142/ 91367-20; Mail: johanna.becker.dek.gross-gerau-ruesselsheim@ekhn-net.de

· Kristin Flach-Köhler, Leiterin des Ev. Zentrum für Interkulturelle Bildung,
Tel.: 06105/274700, Mail: EZIB@evakim.de

·  Dr. Christiane Wessels,  Ev. Zentrum Bildung
Tel.: 06151/ 6690187, Mail: christiane.wessels.zb@ekhn-net.de
Anmeldeformulare finden Sie unter ev-dekanat-gross-gerau-ruesselsheim.de,  unter http://www.erwachsenenbildung-ekhn.de  und im Ev. Zentrum Bildung,Erbacher Str. 17, Darmstadt.

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

2. Korinther 5, 10

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Pali Rao

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