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Bleibet hier, wachet und betet: Kloster Eberbach bietet zu Ostern einmaliges religiöses Erlebnis

Roger TöpelmannPropst Rink am Ostermorgen: „Der Herr Ist auferstanden“ – dazu läutet ein Klostermitarbeiter die Glocke per Seil auf dem Dach der BasilikaPropst Rink am Ostermorgen: „Der Herr Ist auferstanden“ – dazu läutet ein Klostermitarbeiter die Glocke per Seil auf dem Dach der Basilika

Wiesbaden, 31. 3. 2013. Die Osternacht in Kloster Eberbach im Rheingau zählt zu den eindrucksvollen religiösen Erlebnissen im Festkreis der Kirche. Am frühen Ostersonntag versammelten sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt über 200 Besucher am Osterfeuer vor dem Laienrefektorium.

Roger TöpelmannDer Propst in der EKHN für Süd-Nassau Sigurd Rink (links) mit Pfarrer Johannes Hoeltz am Altar in der KlosterbasilikaDer Propst in der EKHN für Süd-Nassau Sigurd Rink (links) mit Pfarrer Johannes Hoeltz am Altar in der Klosterbasilika

Die Liturgie bestimmt hier den Wechselruf „Bleibet hier und wachet mit mir“ – wachet und betet“. Mit dem Pfarrer der Evangelische Kirchengemeinde Oestrich-Winkel, Johannes Hoeltz und dem Propst für Süd-Nassau, Dr. Sigurd Rink, zogen die Frühaufsteher in die mittelalterliche Basilika ein, vorweg trug eine Konfirmandin die Osterkerze. Hoeltz erinnert im noch völlig dunklen Kirchenschiff die getauften Christen an ihre Verpflichtung allem Bösen zu widerstehen und fordert dieses Versprechen dann den drei Konfirmandinnen ab:  Im Kerzenlicht der Umstehenden empfangen Franziska Feske, Jacqueline Brückner und Luisa Bergmann das Sakrament der Taufe. Für jede hat Hoeltz einen Taufspruch parat. Eine Zusage fürs Leben. Der Geistliche sprengt Wasser auf die Köpfe der Dreizehnjährigen. Dann setzt sich  die Prozession zum Altar fort. Rink, Hoeltz, die Liturgen Udo Seip und Arno Witschonke lesen die alten Bibeltexte von der Schöpfung, Sintflut und der überlieferten Rettung des Volkes Israel am Roten Meer.

Langsam dringt durch die Kirchenfenster ein wenig Tageslicht. Sänger und Sängerinnen der Neuen Rheingauer Kantorei unter Leitung von Tassilo Schlenther haben im Altarraum Aufstellung genommen, um die Osterbotschaft zu verkünden: „Christ ist erstanden“. Die Gläubigen erwidern den Gruß mit der Versicherung, der Herr sei wahrhaftig auferstanden. Posaunen und Trompeten unterstreichen  die morgendliche Verkündigung, die bekanntlich zum Kern des christlichen Glaubens zählt. Erstmals an diesem Morgen erschallt nun auch Glockengeläut. Simon Tiels, organisatorisch Verantwortlicher des Klosters Eberbach, hat das Glockenseil von der Apsis zum Altar heruntergelassen und bewegt nun kräftig die Glocke über dem Dach. Zum Abendmahl kommen die Besucher in Scharen zum Altar. Brot und Wein werden von Helfern in die Runden gereicht. Ein eindrückliches Zeichen christlicher Zusammengehörigkeit. Nachdem beide Pfarrer den Segen gesprochen haben, lädt Hoeltz zu einem Kaffee ins Refektorium ein. Nicht ohne dem Kloster und ihrem Stiftungsgeschäftsführer Martin Blach für die geistliche Gastfreundschaft am anbrechenden Osterfest zu danken.

Der Menschensohn muß erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

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