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Fasching

Die fünfte Jahreszeit

PatrickPoendl/istockMainzer KarnevalswagenMainzer Karnevalswagen

In den Tagen vor Aschermittwoch signalisieren bunte Kostüme und Büttenreden die fünfte Jahreszeit. Das närrische Treiben geht zurück auf die Römer und verbreitete sich im Mittelalter als ein Gegenprogramm zur vorösterlichen Fastenzeit. In den Gebieten der Reformation, wo das Fasten als Bußübung verpönt war, verloren sich auch die Faschingstraditionen.

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Tanzendes Clown-Paar beim Karneval in Mainz Party

Im Rheinland heißt die Fünfte Jahreszeit Karneval. In Bayern, Thüringen und Brandenburg sagt man Fasching und in Franken, Hessen, Pfalz, Baden und Schwaben wird Fastnacht gefeiert. 

Traditionell beginnt die Fastnachtszeit am 6. Januar, dem Dreikönigstag. Später wurde der 11.11. um 11.11 Uhr als erster Auftakt genutzt. Da sich der Beginn der Fastenzeit am Osterdatum orientiert und vor Aschermittwoch endet, geht das närrische Treiben wenigstens bis 3. Februar oder längstens bis zum 9. März. Seinen Höhepunkt erreicht der Fasching in der Fastnachtswoche zur Weiberfastnacht am Donnerstag vor dem Aschermittwoch. An diesem Tag übernehmen die Frauen das Regiment, stürmen Rathäuser und schneiden den Männern die Krawatten ab. Dieser Brauch erinnert an das römische Fest der Saturnalien, wo Herren und Sklaven ihre Rolle tauschten und bei öffentlichen Gelagen gemeinsam feierten und kein Blatt vor den Mund nehmen mussten.

Im Fasching darf jeder ungestraft kritisieren

Ungehemmt, aber humorvoll kritisieren die Büttenredner  auf den Sitzungen ihre Vorgesetzten,  Politiker und die gesamte Gesellschaft. Hier wird grundsätzlich gereimt und in der jeweils heimischen Mundart gesprochen. Im Karneval ist vieles erlaubt, was im übrigen Jahr und im normalen Leben entweder verboten oder nicht ratsam ist. Auch die Umzüge am Rosenmontag kritisieren und karikieren mit ihren Comic-artigen Figuren auf den Wagen die Damen und Herren aus Wirtschaft, Politik und Kirche. Normalerweise stellen die Karnevalsvereine die Wagen. 

Die Evangelischen feiern auch mal Fasching

Das evangelische Dekanat Mainz hat 2017 das 500. Reformationsjubiläum zum Anlass genommen einen Lutherwagen durch die Mainzer Innenstadt zu schicken. Verschiedene evangelische Kirchengemeinden haben den festen Brauch zu Faschingspartys einzuladen.  Andere veranstalten Faschingsgottesdienste, bei denen die Gottesdienstbesucher aufgefordert werden, verkleidet zu erscheinen. Die Predigt ist dann in der Regel eine gereimte Büttenrede in der Mundart des Ortes. 

Manche Fastnachtsbräuche scheinen auch vorchristliche Riten und Bräuche keltischer Religion zu enthalten, die den Kampf zwischen Licht und Finsternis, zwischen Gut und Böse, zwischen Winter und Frühling verarbeiten. In der Alemannischen Fastnacht in Süddeutschland und der Schweiz werden Geister und Kobolde durch Lärm vertrieben und Strohpuppen verbrannt. 

Gott erweist seine Liebe zu uns darin,
dass Christus für uns gestorben ist,
als wir noch Sünder waren.

Römer 5, 8

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von bauhaus1000-iStock

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