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Kirchensteuer

Faktencheck rund um Finanzen und kirchliche Arbeit

istockphoto, skynesherKinder heben die ArmeAuch ein zentrales Feld der evangelischen Kirche: Pädagogische Arbeit, wie hier in einer Kita.

Die Kirchen und ihre Finanzen: In den Medien ist das im Frühjahr 2017 wieder Thema. Hier ein aktueller Faktencheck aus Hessen-Nassau.

Zuletzt kam es in den Medien wieder verstärkt zu Berichten über das Thema Kirchenfinanzen. Vor allem ein spektakulär anmutender Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung setzte sich Ende März 2017 mit den Kirchensteuern auseinander. Er behauptete unter anderem, dass die Steuererträge kaum in den Gemeinden ankämen und die evangelische Kirche zudem die Kontrolle ihrer Finanzen vernachlässige. Ein Faktencheck für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau kommt dabei zu ganz anderen Resultaten.

Gemeinden im Zentrum

Wie schon in den vergangenen Jahren, wird auch 2017 wieder annähernd Dreiviertel des 595 Millionen Euro umfassenden hessen-nassauischen Haushaltes in die Arbeit von Gemeinden und Dekanaten fließen. Auch für die etwa 600 evangelischen Kindertagesstätten mit fast 40.000 Plätzen will die EKHN zudem über 40 Millionen Euro aufbringen. Das sind pro Kita-Platz über fast 1000 Euro direkt aus Kirchenmitteln. Der Etat geht für 2017 von rund von 505 Millionen Euro Einnahmen durch die Kirchensteuer aus.

Kirche für alle

Sie finanziert damit die Arbeit ihrer Gemeinden und Einrichtungen, sorgt für Kirchen und Gottesdienste, bezahlt Gehälter und organisiert Kindertagesstätten. Aber sie dient auch der gesamten Gesellschaft. Denn die EKHN versteht sich als „Kirche mitten in der Welt und für die Menschen“. So bleibt die Kirche beispielsweise weiter in Regionen präsent, aus denen sich andere längst zurückgezogen haben. Sie unterhält Jugendtreffs, leistet Altenarbeit, engagiert sich mit Beratungsstellen, sozialen Diensten oder beispielsweise in der Kultur mit Musik und vielen Chören.

Höchste Transparenz

Alle Verantwortlichen in der hessen-nassauischen Kirche haben sich beim Umgang mit dem Geld höchsten Transparenzanforderungen verschrieben. Alle Entscheidungen stehen grundsätzlich unter der demokratischen Kontrolle durch die Synode und ihren Finanzausschuss, also den gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Basis. Der Haushaltsplan liegt jedes Jahr öffentlich aus, jeder kann Einsicht nehmen. Ein Jahresbericht legt außerdem öffentlich Rechenschaft ab.

Unabhängige Rechnungsprüfung

Zudem gibt es ein kirchliches Rechnungsprüfungsamt, das unabhängig arbeitet und die Finanzen aller Einrichtungen in Hessen-Nassau bis zum Büro des Kirchenpräsidenten kritisch prüft. Das Rechnungsprüfungsamt untersteht dabei nicht der Kirchenleitung, sondern der Synode, den gewählten Repräsentanten der Basis. Auch der Bericht des Prüfungsamtes ist in Hessen-Nassau grundsätzlich öffentlich und jedes Jahr standardmäßig Gegenstand in einer für alle zugänglichen Synodaltagung.

Von der Basis her

Die Kirchensynode selbst ist das „maßgebliche Gremium“ in allen Fragen der EKHN, wie es in der Kirchenordnung heißt. Die Vertreter werden alle sechs Jahre von den aktuell 36 Dekanatssynoden in der Region gewählt, die ihrerseits aus den Kirchengemeinden heraus gewählt werden. Aktuell sind 54 Frauen und 86 Männer unter den Delegierten der EKHN-Synode. Der jüngste Synodale ist 25 Jahre alt, die beiden ältesten 74 Jahre. Das Durchschnittsalter der Kirchendelegierten beträgt 55 Jahre. Insgesamt beträgt der Anteil der ordinierten Theologinnen und Theologen in der Synode rund ein Drittel, wie es auch die Kirchenordnung vorsieht.

Christus spricht:
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

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