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Kirchenpräsident Jung zur Jahreslosung 2014

Glückssucher des Glaubens werden

istockphoto, RidofranzHand vor HimmelMit Zuversicht unterwegs

Glück: Kirchenpräsident Volker Jung wünscht es zum neuen Jahr und geht der Frage nach, was es sein könnte. Er folgt dabei den Spuren der biblischen Losung aus dem 73. Psalm, die das Jahr 2014 begleiten soll.

EKHN/OeserKirchenpräsident Volker JungKirchenpräsident Volker Jung

„Gott nahe zu sein ist mein Glück“ (Psalm 73,28). Das ist ein erstaunlicher Satz. Ich weiß nicht, ob er mir eingefallen wäre, wenn man mich gefragt hätte: Was ist dein Glück?

Vermutlich hätte ich gesagt: Mein Glück ist meine Familie. Meine Frau, unsere beiden Töchter. Aber auch meine Eltern, die mir ermöglicht haben, der zu werden, der ich bin. Mein Glück – das sind aber auch meine Freunde, die guten Bekannten, die Menschen, mit denen ich gerne zusammen bin – privat und auch beruflich. Mein Glück – dazu gehört für mich zurzeit, dass ich eine Arbeit habe, die mich erfüllt, dass ich gesund bin und gut leben kann. Manches könnte ich noch nennen. Vielleicht würde Ihnen ähnliches einfallen, zumindest beim ersten Nachdenken oder einer spontanen Antwort.

Was meint aber ein Mensch, der von sich sagt: „Gott nahe zu sein ist mein Glück“? Ich schlage die Bibel auf und lese im 73. Psalm nach.

Von ganz anderen Dingen ist da die Rede. Da schreibt ein Mensch davon, dass es den anderen besser geht. Sie sind gesund, haben Erfolg und Geld. Und sie trumpfen auf, reden großspurig daher. Es kommt hinzu, dass sie sich aus Gott nichts machen. Mehr noch: sie lästern über Gott. Man kann sich gut vorstellen, wie sie sich über andere erheben und gerne im Vollgefühl ihres Erfolges sagen: „Jeder ist seines Glückes Schmied.“

Der Mensch, der den Psalm schrieb, erlebt an sich etwas anderes. Aus den Worten ist zu spüren: Diesem Menschen geht es nicht gut. Vielleicht erlebt er oder sie gerade eine schwere Krankheit. Vielleicht ist dieser Mensch gerade in einer schweren Lebenskrise. Und trotzdem spricht er die Worte aus: „Gott nahe zu sein ist mein Glück.“

 Von welchem Glück wird hier geredet? Ich denke: Dieser Mensch redet vom Glauben als Glück. Das ist wohl so zu verstehen: Es ist mein Glück, dass ich mich von Gott getragen und gehalten weiß. Es ist mein Glück, dass ich jeden Tag verstehen kann als ein Geschenk aus Gottes Hand. Es ist mein Glück, dass ich eine Hoffnung habe, die über mein Leben hinausreicht.

Ja, wer Glück so versteht, schaut über das momentane Erleben von Glück hinaus. Das Glück, das Menschen in ihrer Familie, im Erfolg, im Urlaub und auf Reisen, in Begegnungen von Mensch zu Mensch erleben, wird dadurch nicht weniger wichtig. Es öffnet sich vielmehr in seiner Weite, seiner Tiefe und in seiner Höhe. Es ist das Glück in der Gemeinschaft mit anderen und mit Gott.

Die Jahreslosung für das neue Jahr regt an, zu Glückssuchern des Glaubens zu werden. Mögen sich möglichst viele davon inspirieren lassen. Und mögen sie dabei erfahren, das stimmt, was Jesus gesagt hat: „Suchet, so werdet ihr finden.“

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes neues Jahr – und viel Glück!

 

 

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man um so mehr fordern.

Lukas 12, 48

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Milena

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