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Ernte

Jung zu Erntedank: „Bauern müssen von Arbeit leben können“

xalanx/istockphoto.comWeizenfeldWeizenfeld

Zu Erntedank 2016 hat der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung auf die schwierige Lage der Landwirte hingewiesen und ein Umdenken in der Agrarpolitik gefordert: "Menschen müssen von ihrer Arbeit leben können".

Peter BongardJung predigt auf der KanzelDr. Dr. h.c. Volker Jung, Kirchenpräsident

Darmstadt / Eschborn, 2. Oktober 2016. Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, hat anlässlich des Erntedanksonntags (2. Oktober) ein Umdenken in der Agrarpolitik angemahnt. Bei einem Gottesdienst zum Erntedankfest in Eschborn bei Frankfurt wies er auf die bedrängte Lage vieler Landwirte angesichts fallender Abnahmepreise für ihre Produkte hin. Nach seinen Worten muss es möglich sein, „dass Menschen von ihrer Arbeit leben können“. Im Fall vieler Landwirtschaftsbetriebe sei dies kaum mehr möglich. „Es ist nötig, dass wir uns kritisch mit unseren Formen des Konsums und des Wirtschaftens auseinandersetzen“, sagte Jung. Er forderte zudem „einen verantwortlichen Umgang mit allem, was uns anvertraut ist, hier bei uns und auch in den weltweiten Zusammenhängen“. Es müsse „immer darum gehen, dass Menschen fair und gerecht für ihre Arbeit bezahlt werden“.

Blick auf das Elementare richten

Mit dem Blick auf die Erntegaben stehe auch „das Elementare vor Augen – das, worauf wir alle angewiesen sind, weil wir sonst nicht leben können“, ergänzte Jung. Das seien die Nahrungsmittel, die eine besondere Wertschätzung verdienten. Am Erntedankfest dankten wir aber auch für alle menschliche Arbeit, die nötig sei, damit Menschen leben könnten und Zusammenleben gelinge. Das Erntedankfest rege darüber hinaus an, den Blick auf Gottes Handeln im Leben jedes Einzelnen zu richten. Jung: „In all unserem Tun und unserer Arbeit können wir auch erkennen und sehen: Wir sind darauf angewiesen, dass Gott uns Lebenskraft schenkt und unsere Arbeit mit Segen erfüllt.“

Hintergrund Erntedankfest

Das Erntedankfest wird in der evangelischen Kirche meist am ersten Sonntag im Oktober begangen. In den Kirchen werden dann die Altäre zu den Gottesdiensten beispielsweise mit Obst, Gemüse, Getreide und Brot reich geschmückt. Im Mittelpunkt der Feiern steht der Dank an Gott als Schöpfer. Die Ernte wird dabei als Zeichen des Segens Gottes verstanden. Zugleich wird damit auch darauf hingewiesen, dass der Erfolg trotz aller Bemühungen nicht allein in der Hand des Menschen liegt. Die Tradition der Erntedankfeiern geht auf mittelalterliche Messen zur Zeit der Ernte zurück, bei denen die Erträge gesegnet wurden. Die Gottesdienste wurden damals direkt auf den Feldern abgehalten. 

mehr über das Erntedankfest

Dies Gebot haben wir von ihm,
daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4, 21

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Gorfer

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