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Hessische Auszeichnung

Kirchenprojekte erhalten Demographiepreis

Jerzy Sawluk / pixelio.deHinweisschild Gehbehinderung

Gleich drei Dorfentwicklungsideen der EKHN sind in Wiesbaden mit dem hessischen Demographiepreis ausgezeichnet worden.

Darmstadt / Wiesbaden, 30. Oktober 2013. Bei der Verleihung des Hessischen Demographiepreises am Mittwoch (30. Oktober) in Wiesbaden sind auch drei Projekte der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ausgezeichnet worden. Zu den Preisträgern in der Hessischen Staatskanzlei gehörte das Evangelische Dekanat Alsfeld mit seinem Dorfentwicklungsprojekt „BiBER“. Es erreichte den zweiten Platz des Wettbewerbes und erhielt ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro. Darüber hinaus wurden die „DorfSchmiede“ aus Freienseen und der „Treffpunkt Pflegende Männer“ aus Groß-Umstadt prämiert. Sieger des gesamten Wettbewerbs war die Stadt Bensheim mit einem Projekt zum altersgerechten Wohnen.

 

Unter der fachlichen Begleitung des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN bildete das Projekt BiBER von Herbst 2012 bis Frühjahr 2013 Ehrenamtliche zu Dorfentwicklern aus. Die Abkürzung BiBER steht dabei für „Bildung bürgerschaftlichen Engagements Regional“. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fortbildung wurden Methoden der sozialräumlichen Dorfanalyse, Recherchetechniken, Projektmanagement, Kenntnisse über öffentliche Haushalte und Finanzierungsmöglichkeiten sowie Methoden der Öffentlichkeitsarbeit vermittelt. Damit wurden sie in die Lage versetzt, Ideen gegen den starken Abwanderungstrend in ihrer Region zu entwickeln. Die Ehrenamtlichen initiierten Nachbarschaftshilfen, planten Nutzungskonzepte für Bürgerhäuser und organisierten den Umbau eines leerstehenden Hauses zu Seniorenwohnungen mit Dorfladen und Treffpunkt. In der Begründung der Jury heißt es: „Dorfbewohnerinnen und –bewohner wurden darin ausgebildet, ihre Dörfer aktiv zu gestalten und Projekte ehrenamtlich kompetent umzusetzen“. Wenige Tage zuvor erhielt BiBER bereits den Deutschen Bürgerpreis für die Region Oberhessen.

 

Die „DorfSchmiede“ in Freienseen wurde für ihr Konzept der Dorfinnenentwicklung mit einer Anerkennung in Höhe von 1000 Euro geehrt. Zwei benachbarte Fachwerkhäuser in der Mitte des Laubacher Stadtteils Freienseen sollen zum Zentrum des Dorflebens werden. Geplant sind ein Dorfladen, eine Begegnungsstätte mit Café, betreute Wohneinheiten mit Tagespflegemöglichkeit und Demenzbetreuung. Damit soll älteren Menschen die Möglichkeit geboten werden, in ihrer gewohnten Umgebung wohnen zu bleiben und pflegende Angehörige zu entlasten.

 

Ebenfalls eine Anerkennung in Höhe von 1000 Euro erhielt der Treffpunkt „Pflegende Männer in Groß-Umstadt“ im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald. Hier kommen Männer zusammen und tauschen sich über ihren Pflegealltag und ihre Probleme aus. Die zwischen 62 und 85 Jahre alten Männer kommen so aus ihrem stressigen Pflegealltag und Einzelkämpferdasein heraus und erhalten fachspezifische Beratung oder ein Ohr zum Aussprechen.

 

Der Hessische Demographiepreis wird seit 2010 verliehen und zeichnet besondere Projekte aus, die sich mit der Alterung der Gesellschaft auseinandersetzen. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die ältere Generation mit ihrem Engagement, ihrer Erfahrung und ihren Fähigkeiten. Es sollten zum einen Projekte ausgezeichnet werden, die die Qualitäten und Freiheiten des Alters aktiv nutzen, Phantasie und Neugier anregen und einen Beitrag zum Zusammenleben leisten. Zum anderen ging es um Initiativen, die das Leben im Alter erleichtern.

Dies Gebot haben wir von ihm,
daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4, 21

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Gorfer

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