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Wie forschen geflüchtete Akademiker aus Syrien oder Eritrea?

Charlotte MattesMerle Becker ist Initiatorin des Vereins academic experience worldwide. Dr. Khaldoun Abaza wird eine neue Vortragsreihe eröffnen. Dort präsentieren geflüchtete Akademiker ihre Perspektive auf Forschung und Lehre.

„Flüchtlinge haben mehr anzubieten als nur Geschichten über den Krieg“, sagt Dr. Khaldoun Abaza. Der Syrer eröffnet eine neue Vortragsreihe in Frankfurt. Sein Forschungs-Thema: Roboter, die sich wie Würmer bewegen.

„Flüchtlinge haben mehr anzubieten als nur Geschichten über den Krieg oder die schreckliche Reise nach Deutschland“, betont Dr. Khaldoun Abaza. In einer neuen Vortragsreihe „Opening Academia“ sprechen geflüchtete Akademiker über ihre Sicht auf Forschung und Lehre.  Auftakt ist am Mittwoch, den 16. November 2016, in der Frankfurter Stadtbücherei der Zentralbibliothek. Den Eröffnungsvortrag hält Dr. Khaldoun Abaza, er sagt: „Die Kultur der Forschung ist in Syrien total anders – es gibt keine Unterstützung“. Der Forscher hat in Damaskus gelehrt, in Russland studiert und lebt seit 1998 in Deutschland. Dort hat er anfangs an der Universität in Stuttgart gearbeitet. Dann hat er in Ilmenau gelehrt und hat als Doktorand und im Bereich technische Mechanik promoviert.

Roboter, die sich wie Würmer bewegen

Sein Forschungs-Thema: Roboter, die sich wie Würmer bewegen. Das heißt er spricht über die Bewegung von Robotern ohne Beine und Räder. Der offizielle Titel ist: „Design by Nature. Biologically-Inspired Mobile Robots and Worm-Like Locomotion.” Wie der Titel schließen lässt, wird der 46-Jährige Syrer auf Englisch vortragen. Doch der Forscher spricht auch einwandfreies Deutsch, Russisch und Arabisch – und wird auf Fragen eingehen, verspricht er mit einem freundlichen Lächeln.

Ziele: Stereotype aufbrechen, informieren und Arbeitsplätze für Vortragende

Studentin Merle Becker ist eine der beiden Initiatorinnen des Vereins Academic Experience Worldwide. Der Verein fördert geflüchtete Akademiker. Gemeinsam mit der Goethe Universität Frankfurt bietet der Verein die neue Vortragsreihe an. „Wir wollen zum einen Stereotype aufbrechen über den armen, hilflosen Flüchtling. Und zeigen: Schaut wer hier ankommt, setzt euch damit auseinander“, so Merle Becker über einige Ziele der Vortragsreihe. Außerdem hoffe die 27-jährige Studentin, dass  Vortragenden es schaffen, als Wissenschaftler wieder in den Arbeitsmarkt zu kommen.

Nächster Vortrag: „Eritrea – Diktatur und State-Building im Widerspruch“

Der nächste Vortrag ist am 13. Dezember. Politik- und Wissenschaftler Aklilu Ghirmai spricht über das Thema: „Eritrea – Diktatur und State-Building im Widerspruch“. Alle Vorträge werden gefilmt und stehen dann auf dieser Website zur Verfügung.

Die Vortragsreihe „Opening Academia“ startet am 16.November 2016 in der Stadtbücherei der Frankfurter Zentralbibliothek.
Beginn ist 19 Uhr bei freiem Eintritt und Häppchen

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Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat.

Psalm 103, 2

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Cecilia Bajic

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