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Ermutigung mittendrin:

„Engel der Kulturen“ ruft zu Toleranz auf

FuchsAngekommen: Als Intarsie ruft der "Engel der Kulturen" des Künstlerehepaares Gregor Merten und Carmen Dietrich seit dem gestrigen Sonntag in Dietzenbach zu Toleranz und Miteinander auf. Vertreterinnen und Vertreter der christlichen und muslimischen Gemeinden in Dietzenbach, der Jüdischen Gemeinde Offenbach, des Kreises Offenbach und des Evangelischen Dekanats Rodgau hießen den Engel der Kulturen mit ingesamt über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen eines gemeinsamen Friedensgebets und eines Pilgerwegs durch die Stadt willkommen.Angekommen: Als Intarsie ruft der "Engel der Kulturen" des Künstlerehepaares Gregor Merten und Carmen Dietrich seit dem gestrigen Sonntag in Dietzenbach zu Toleranz und Miteinander auf. Vertreterinnen und Vertreter der christlichen und muslimischen Gemeinden in Dietzenbach, der Jüdischen Gemeinde Offenbach, des Kreises Offenbach und des Evangelischen Dekanats Rodgau hießen den Engel der Kulturen mit ingesamt über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen eines gemeinsamen Friedensgebets und eines Pilgerwegs durch die Stadt willkommen.

Er ist gekommen, um zu bleiben: Der Engel der Kulturen, ein internationales Projekt des Burscheider Künstlerehepaars Gregor Merten und Carmen Dietrich für Frieden und Verständigung, ist nun auf dem Dietzenbacher Europlatz vor dem Rathaus der Kreisstadt zuhause.

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Über 400 Menschen haben ihn im Verlauf eines Pilgerwegs begleitet und mit einem Friedensgebet der Religionen begrüßt. 

Der jüdische Davidstern, der muslimische Halbmond und das Kreuz der Christinnen und Christen - angeordnet in einem metallenen, etwa 65 Zentimeter breiten Kreis und ausgefüllt mit blauem Beton: So sieht der Engel der Kulturen aus, der am Sonntag seine neue Heimstatt in Dietzenbachs neuer Mitte gefunden hat. Die Bodenintarsie liegt damit mittendrin. Wo Menschen sich beim Einkaufen, zum Kaffeetrinken oder auf dem Weg ins Rathaus treffen, begegnen sie nun auch dem stilisierten Überbringer einer Botschaft des religiösen und kulturellen Miteinanders: für Frieden, Dialog und Vielfalt - und gegen die Saat von Hetze und Intoleranz. 

Viele Institutionen ebnen dem Engel der Kulturen den Weg

Unter der Regie von Sandra Scholz, der Ökumenepfarrerin des Evangelischen Dekanats Rodgau, sowie Selver Erol und Semra Kanisicak vom Integrationsbüro des Kreises Offenbach, hatten auch die Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach (ARD) sowie die Initiative „Eine Stunde für den Frieden“ den Engel der Kulturen in die Kreisstadt geholt und den Boden für seine Verlegung bereitet. Weitere Institutionen, darunter Schulen, Kindertagesstätten sowie die Ausländerbeiräte in Stadt und Kreis trugen das ihre zum Gelingen bei, warben für Unterstützung und thematisierten das Verbindende zwischen den Religionen in Gesprächen und im Unterricht.

Dietzenbacher Spuren bald auch in Jerusalem

Der Dietzenbacher Engel war am vergangenen Wochenende im Rahmen einer Verlegung in Recklinghausen aus seiner Stahlscheibe herausgebrannt worden. Im Atelier von Gregor Merten und Carmen Dietrich erhielt er seine markante blaue Füllung und den letzten Schliff für die Verlegung in Dietzenbach. 

Dort wurde ebenfalls geschweißt: Der nächste und damit 99. Engel der Kulturen findet am nächsten Wochenende seinen Platz in Edingen-Neckarhausen, so Carmen Dietrich. Die herausgebrannten Metallzwillinge der blauen Beton-Intarsie werden ab dem kommenden Jahr in Jerusalem als Symbol für Frieden zwischen den Religionen zu einer Säule gestapelt. 

Die beiden Künstler zeigten sich begeistert von der Atmosphäre in Dietzenbach: „Es ist vieles passiert, was das Trennende fördert. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, die weltoffenen Kräfte zu stärken. Sie alle sind Botschafter für gleichberechtigtes Miteinander und gegenseitigen Respekt“, ermutigte Carmen Dietrich alle, die den Engel der Kulturen in Dietzenbach begrüßt hatten. 

Pilgerweg von der Altstadt in die neue Mitte

Vor seiner Verlegung hatte der Engel der Kulturen einen dreistündigen Pilgerweg des Friedens vom Trinkborn in der Altstadt über den „Roten Platz“, das Bildungshaus und das Spessartviertel zurückgelegt. Begleitet und erwartet wurde er von großen und kleinen Friedensbotschaftern. Sie erlebten buntes Programm aus Musik, Kunst und Akrobatik: Jonglage und Vertikalakrobatik aus dem „Zirkus Chicana“, Musik aus jüdischer Tradition des Klarinettisten Roman Kuperschmidt, Klezmer und Balkanpop der Band „Schmackes“, auch arabische Saitenklänge von Hassan Mokhlis nebst musikalischem Partner, evangelische Posaunen aus Steinberg und - als frühe Vorpremiere - Lieder aus dem neuen Kindermusical von Barbara Wendtland, das im Reformationsjubiläumsjahr 2017 uraufgeführt werden soll. 

Eine pantomimische Darstellung der „Ringparabel“ aus Lessings „Nathan, der Weise“ zeigten Schülerinnen und Schüler der Rudolf-Steiner-Schule. Zwei junge Dietzenbacherinnen berichteten von ihrer Teilnahme an dem Projekt "Religion - was heißt das für uns?" des Kreisjugendbildungswerks. 

Ansprachen machen deutlich: Die Zukunft gehört dem Miteinander, nicht der Angst

Mit ihrer Ansprache zur Verlegung auf dem Europaplatz hat die Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Offenbach, Claudia Jäger, das ausgedrückt, was viele mit der Teilnahme an Pilgerweg und Verlegung sagen wollten: „Wie schön wäre es, wenn“ statt Nachrichten über Fremdenhass und Fanatismus „wir hier und heute der Aufmacher in den Heute-Nachrichten und in der Tagesschau wären“. Denn „in unserer Kreisstadt funktioniert der Dialog zwischen den Religionen und Kulturen“. Dies hätten die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Stadt, in der Menschen aus über 160 Herkunftsländern miteinander leben, heute einmal mehr bewiesen. 

Für den Dekan des Evangelischen Dekanats Rodgau, Carsten Tag, ist der „Engel der Kulturen“ auch ein Symbol dafür, dass „Vielfalt keine Bedrohung ist und dass Angst vor dem Fremden keine Zukunft hat. Der Engel der Kulturen steht als konkretes Zeichen in unserem Alltag für Frieden, das offene Gespräch und den Glauben, dass Gott eine Erde geschaffen hat, auf der für uns alle Platz ist“. Dekan Tag dankte auch der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, dem Land Hessen und der Europäischen Union, dem Bistum Mainz und der Arbeitsgemeinschaft der Religionen, die durch finanzielle Zuschüsse das Projekt erst ermöglicht hatten. 

Der Erste Stadtrat der Kreisstadt Dietzenbach, Dr. Dieter Lang, hob das Verbindende der Religionen hervor: „Es gibt wichtige theologische Gegensätze, die die Identität jeder Religion ausmachen und die es zu bewahren gilt. Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten, und zwar mehr, als viele denken. Und miteinander zu leben heißt, dass wir uns bei aller Vielfalt auf das Verbindende konzentrieren, das uns zusammenhält“. 

Gebet für gelingendes Miteinander

Zum Abschluss beteten Vertreterinnen und Vertreter der christlichen und muslimischen Gemeinden in Dietzenbach, der Jüdischen Gemeinde und der Bahai’ì-Gemeinde Offenbach sowie des Ausländerbeirats der Kreisstadt Dietzenbach für das Miteinander der Religionen und Kulturen in der Stadt und in der Welt sowie für alle, die Verantwortung für das Wohl der Menschen tragen. Das Friedensgebet der Religionen findet traditionell einmal im Jahr in Dietzenbach statt.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

1. Petrus 1, 3

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto, shironosov

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