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Flucht über das Mittelmeer

Fremde. Heimat und das Kreuz von Lampedusa

bbiew

Das Lampedusa-Kreuz erinnert an die Menschen, die über das Mittelmeer geflohen und auf der italienischen Insel gestrandet sind. Die lebensgefährliche Fluchtroute haben auch einige Geflüchtete genommen, die in der Ausstellung „Fremde. Heimat“ porträtiert werden. Beide, Kreuz und Ausstellung, sind bis Ende April in der katholischen Kirche St.Michael in Heppenheim-Hambach zu sehen.

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„In Somalia habe ich als Kellnerin gearbeitet. Männer von den Al-Shabaab-Milizen (das ist eine islamistische Terrorgruppe, Anm. Red.) drohten mir, sie würden mich töten, wenn ich weiter für den Feind arbeite. Diese Männer haben dann nach mir gesucht und sie haben meine Zwillingsschwester ermordet. Ich musste fliehen“,  berichtet Idil Mohamud, die vor zwei Jahren nach Deutschland kam und heute in Bickenbach lebt. „Ich Ich bin zuerst in den Sudan, von dort nach Kenia. Ich war dann zwei Monate in der Sahara unterwegs, bis ich Libyen erreichte. Dort musste ich einen Mann heiraten, damit ich arbeiten und Geld für die Fahrt nach Europa verdienen konnte. Sechs Monate musste ich bei diesem Mann bleiben. Dann konnte ich endlich gehen. Mit vielen anderen sind wir in Boote gestiegen. Es waren zwei. Wir waren eine Woche auf dem Meer. Ein Boot ist gekentert. Ich weiß nicht, was mit den Menschen geschehen ist. Wir konnten nicht helfen, wir konnten nichts tun“, so die Aussage der 24jährigen, die für die vom Evangelischen Dekanat Bergstraße konzipierten Ausstellung „Fremde Heimat“ porträtiert wurde.

Idil Mohamud hatte Glück. Ihr Boot hat Italien erreicht. Viele andere sind dagegen im Mittelmeer ertrunken, das sich in einen Massengrab für Flüchtlinge verwandelt hat. Allein 2016 sind auf der westlichen Mittelmeerroute 4579 Flüchtlinge ums Leben gekommen. So viel wie nie zuvor. An sie erinnert das Kreuz von Lampedusa. Dort lebt der Tischler Francesco Tuccio, der aus den Planken gestrandeter Flüchtlingsboote Kreuze fertigt. Eines davon ist bis Ende April in der Kirche St.Michael neben den insgesamt 17 Flüchtlingsporträts der Ausstellung „Fremde. Heimat“ zu sehen. Danach geht das Kreuz auf Wanderschaft. Es wird jeweils für einen Monat in sechs Heppenheimer Kirchengemeinden sowie dem Kreiskrankenhaus gezeigt.

Die Ausstellung „Fremde. Heimat" ist in Hambach zum vorerst letzten Mal im Dekanat Bergstraße zu sehen. Sie wird auf Einladung des Deutschen Evangelischen Kirchentages vom 24. bis 27. Mai 2017 in Berlin gezeigt

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Dies Gebot haben wir von ihm,
daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4, 21

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Gorfer

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