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Nach den Zeugnissen Party auf dem Kirchenplatz

Mit Rock & Reformation in die Ferien

HartmannMit einer Party auf dem Kirchenplat hat die Evangelische Jugend die Sommerferien eingeläutet

Mit einer Party auf dem Kirchenplatz läutete die Evangelische Jugend Gießen am Freitag die Sommerferien ein. Gleich nach der Zeugnisausgabe gab es Musik auf der Bühne, alkoholfreie Cocktails, Toben beim Bungee-Run und Theater. Das Programm stand unter dem Motto „Rock und Reformation“.

 „Am Ende des letzten Schultags sollen Jugendliche in den Ferienmodus umschalten, Spaß haben und erfahren: Kirche ist dabei, Kirche ist auch jung und macht sich Gedanken über junge Leute“, erläuterte Nicole Heise vom Stadtjugendpfarramt die knapp sechstündige Aktion. Live-Musik machen u.a. „unbagged“, „Sless Praismo&Band“ und der Medizinerchor.

Zwischendurch wurden Jugendliche und Erwachsene befragt, was Reformation für sie persönlich heute bedeutet. Boris Wilde wollte als stellvertretender Vorsitzender der Jugendvertretung von Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich wissen, ob es wieder einmal Zeit für eine Reformation sei.

"Reformation besser als Revolution"

Eine Reformation sei auf jeden Fall besser als eine Revolution, antwortete die Grünen-Politikerin. Die Kirche müsse sich im Wandel der Gesellschaft ständig reformieren. In Gießen sei man aber auf dem richtigen Weg. Die Kindertagesstätten etwa gingen gut auf die veränderten Wertevermittlungen in Kindheit und Jugend ein und würden mehr bieten als nur reine Kinderbetreuung. Im Dialog zu bleiben und Angebote zu machen sei unverzichtbar. Ob für sie als Protestantin die „Ehe für alle“ mit ihrem Glauben vereinbar sei, fragte der 20-Jährige aus aktuellem Anlass. Sie habe damit überhaupt kein Problem, so die Bürgermeisterin, es dürfe allerdings auch sein, dass Menschen dies ablehnten. Diese Menschen dürften dann wiederum von anderen nicht erwarten, diese Meinung zu teilen. Akzeptanz und Toleranz seien das Wichtigste. Auch Weigel-Greilich schlug mit Hammer und Nagel ihren Wunsch für die Zukunft an die Tür. „Mehr Nächstenliebe“ wünsche sie sich „in allen Bereichen des Lebens.“ (Mehr Statements im Video rechts)

Mit der Reformation auf die Straße

„Ich finde es wichtig, über 500 Jahre Reformation nicht nur hinter verschlossenen Kirchentüren zu reden, sondern damit auf die Straße zu gehen“, sagt Stadtjugendpfarrer Alexander Klein. An einer Tür konnten die Besucher Thesen über die Zukunft der Kirche anschlagen. Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther der Legende nach seine 95 Thesen an eine Kirchentür in Wittenberg genagelt und damit die Reformation ausgelöst. „Vielleicht haben junge Leute bei dem Fest gespürt, dass ihre heutige Freiheit und Selbstbestimmung damit zu tun haben“, so Klein.

 

 

Dies Gebot haben wir von ihm,
daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4, 21

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Gorfer

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