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6. ökologisch-ökumenische Fahrradtour des Dekanats:

Rund um Steinheim Region und Religion erfahren

kfMit viel Fachwissen und reichlich Anekdoten über die Steinheimer Ortgeschichte führte Burkhard Huwe, Vorsitzender des Steinheimer Heimat- und Geschichtsvereins und Kirchenvorstand der Evangelischen Gemeinde, die Teilmehmerinnen und Teilnehmer der 6. Dekanats-Radtour "Re(li)gion erfahren" durch Altarräume und Altstadtgassen.

Pittoreske Fels- und Seenlandschaften sowie reichlich Geschichte, Begegnungen beim Mittagessen aus der Region und zum Kaffee mit jungen Muslimen: Vielfältige Eindrücke erwarteten jene, die sich trotz drohenden Regens am vergangenen Samstag auf den Weg der sechsten ökumenischen Dekanats-Fahrradtour „Re(li)gion erfahren“ rund um Hanau/Steinheim gemacht haben.

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Unter orts- und fachkundiger Führung der Steinheimer Frank Menzel und Michael Gamer sowie organisiert von Ökumene-Pfarrerin Sandra Scholz und Pfarrer Martin Franke aus der Evangelischen Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen begann die Tour vor den Toren des Hanauer Stadtteils an den Dietesheimer Steinbrüchen, in denen noch Eisvogelpaare und Kormorane brüten und deren pittoreske Fels- und Seenlandschaft auch gut in einem kanadischen Canyon liegen könnte.

Im Herzen der Altstadt empfing Burkhard Huwe, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins und Mitglied des Kirchenvorstands der örtlichen evangelischen Kirchengemeinde, die Radler an der Alten Pfarrkirche. Spannend und lehrreich führte er durch die Geschichte Steinheims und seiner wunderbaren Gebäude. Wer hätte schon gewusst, dass Steinheim eine der wenigen Städte mit fast vollständig erhaltener mittelalterlicher Stadtmauer ist – oder welch entscheidenden Einfluss der Steinheimer Pfarrer Johannes Indagine als Hofastrologe Albrechts von Mainz auf die Kaiserwahl hatte? 

Ganz in die Gegenwart holte schließlich Huwes Erzählung von der Motivation des Stifters Meyer-Gerngroß, der als jüdischer Mitbürger 1911 das Friedensdenkmal für seine Stadt finanziert hat: „Frieden im Außen finden wir nur, wenn wir inneren Frieden haben.“

Heraus ging es nun aus Altstadtgassen übers Feld nach Klein-Auheim zum Gemüsehof Wurbs -  zu leckerem Hessischen Flammkuchen und wärmender Suppe, aber auch zu einem Gespräch mit Ralf Wurbs über die Folgen einer Saison mit wenig Regen und spätem Frost, über Wechselfelderwirtschaft und neuen Kreationen im Hofladen. Die Freude bei den Teilnehmenden war groß, als alle mit dem Wellant, einer besonders aromatischen Apfelsorte, noch einen weiteren guten Geschmack mit aufs Rad nehmen konnten.

Zurück ging es nun entlang am Main zur Steinheimer Fischerzunft in Gestalt von Olaf Adam. Bereits seit dem 15. Jahrhundert besteht diese Zunft, bei der zwar inzwischen auch Frauen Mitglieder werden können, allerdings nur, wenn sie in die richtigen Familien geboren werden, denn die Zunftmitgliedschaft ist ausschließlich vererbbar.

Für alle erschreckend zeigte Adam die ökologischen Herausforderungen am Steinheimer Knie, wo sich die Wassertiefe durch die Verschlammung in den letzten Jahren um die Hälfte reduziert hat und weder Kraut- noch Kieslaicher Bedingungen vorfinden, um sich hier fortzupflanzen.

Der gut gefüllte Tag endete mit einer Gesprächsrunde mit Mitgliedern des Hanauer Islamischen Informations- und Begegnungszentrums, eine jungen Moscheegemeinde, die in gutem Kontakt mit der Evangelischen Kirchengemeinde als Trägerin des Steinheimer Familien- und Generationenzentrums steht. Vieles gab es auszutauschen, über die Besonderheit einer deutschsprachigen islamischen Gemeinde mit vielen Nationalitäten, die Rolle der Frauen, die hier auch Vorstandsmitglied werden können, über die Bedeutung von Präventionsarbeit unter jungen Mitgliedern und das Bedürfnis aller Beteiligten, einfach mehr und häufiger miteinander ins Gespräch zu kommen.  „Wir dürfen alle nicht nur in den eigenen Gruppen bleiben“, sagte einer der jungen Männer, „auch wenn das natürlich viel einfacher ist. Aber einander verstehen können wir nur, wenn wir auch ganz Alltägliches teilen.“

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

So spricht der HERR, der dich geschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

Jesaja 43, 1

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphot/Sireanko

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