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Beten lernen: Himmelspost für Herzens-Anliegen

EKHNHimmelspostHimmelspost: Gedanken, Sorgen und Träume in den Himmel schicken - das Team aus der jugend-kultur-kirche-st-peter betet mit

 „Wenn ich bete, antwortet dann Gott auch?“ Bei dem Online-Gebets-Angebot „Himmelspost“ erhält tatsächlich jeder eine Antwort. Es ist allerdings Pfarrerin Henriette Crüwell, bei der die Wünsche und Fragen zunächst eintreffen und die für eine mögliche Antwort Gottes sensibilisiert. 

Seit Anfang Oktober 2015 bietet die jugend-kultur-kirche sankt peter in Frankfurt am Main jedem die Chance, sein persönliches Gebetsanliegen zu verfassen und per Mausklick abzuschicken. Die Worte erreichen per virtuellem Papierflieger als „Himmelspost“ Henriette Crüwell, die als Pfarrerin für die Seelsorge, Gottesdienste und die Konfirmandenarbeit in der  jugend-kultur-kirche sankt peter verantwortlich ist. Sie möchte mit dem Online-Angebot vermitteln, „dass Menschen spüren, da sind andere, die denken an mich, die nehmen mich ernst, die beten für mich, wenn ich es gerade nicht mehr kann oder mag.“ Praktisch setzt das Himmelspost-Team das Ziel so um, dass innerhalb von 24 Stunden ein Mitglied das Anliegen als Gebet anonymisiert formuliert. Das Video dazu wird auf Instagram veröffentlicht. 

Mitmachen ist unkompliziert: Der Gebetswunsch lässt sich in ein Eingabefeld schreiben, das durch geschickte Programmierung in das Himmelspost-Video eingebettet ist.

jkkspPfarrerin Henriette CrüwellPfarrerin Henriette Crüwell ist für die Seelsorge, Gottesdienste und die Konfirmandenarbeit in der jugend-kultur-kirche sankt peter verantwortlich

Ein Enkel, der die Zeit nicht mehr zurückdrehen kann

Die Idee zur „Himmelspost“ stammt von Pfarrerin Crüwell selbst. Nach dem Start trafen ganz unterschiedliche Gebetsanliegen ein, so auch das eines jungen Mannes, der traurig darüber war, dass sein Großvater gestorben war. Zudem sei er in der Zeit davor nicht genug für den Großvater da gewesen. In der Formulierung des Gebets zeigt die Seelsorgerin ihre einfühlsame Art, mit der sie auf die innere Not des Absenders eingeht: „Schenke ihm die Erfahrung, dass wir mit den Menschen verbunden bleiben, die wir lieben, auch über den Tod hinaus.“ Die evangelische Theologin ist allerdings nicht selbst auf den Videos zu sehen, nur ihre Hand kommt ins Bild, ihre Stimme ist zu hören. Sie nennt den Grund: „Hier geht es nicht um mich.“ Sie wolle vielmehr das Gefühl geben, dass sie einen anderen Menschen einfach begleite.

Eine andere Perspektive auf die eigene Situation kennen lernen

Die Theologin erklärt, weshalb es ihr und ihrem Team so wichtig ist, andere Menschen zum Gebet einzuladen: „Es tut gut, wenn man nicht mehr weiter weiß, einfach mal eine Pause einzulegen, ein bisschen Distanz zu bekommen.“ Durch ein Gebet lasse sich „von oben aus“ auf das Problem, die Sorgen, die Prüfung oder den Liebeskummer schauen. Zudem sei es eine tolle Erfahrung, zu wissen, „dass andere Menschen für mich beten, an mich denken, mir die Daumen drücken und  mir wünschen, dass alles gut wird.“ Sie erzählt, dass sie sich verbunden mit den Menschen fühlt, wenn sie für sie betet – und auch mit Gott. Allerdings versichert sie, dass sie keinen engeren Draht zu Gott habe als jeder andere Mensch auch. Bei den Jugendlichen, die sie über die Jugend-Kultur-Kirche kennt, kommt das Angebot gut an. „Vor allem der Gedanke, dass Gebete Himmelspost sind, finden manche ganz cool“, erklärt sie.

Einsamkeit und digitale Glaubensangebote 

Mit der Himmelspost startet die sankt peter ein Angebot, bei dem Glaube und Gemeinschaft online gelebt werden können. In diesem Bereich gibt es bereits mehrere Initiativen. Bei live übertragenen Online-Gottesdiensten konnten Teilnehmende beispielsweise von zu Hause aus Twitter-Nachrichten verschicken, die dann ein Pfarrer in seiner Predigt aufgegriffen hat. Gegenwärtig setzt auch die United Church of Christ (UCC) in den USA spirituelle Angebote im Internet um. Zu den digitalen Glaubensformen der UCC gehören Twitter-Andachten oder eine gemeinsame Abendmahlsfeier per Live-Stream. Jeder Mensch kann dabei alleine von Hause aus teilnehmen. Ist es deshalb möglich, dass digitalen Glaubens-Angebote weiter zur Vereinsamung und Vereinzelung von Menschen betragen? Pfarrerin Crüwell macht deutlich: „Digitale, spirituelle Angebote können die echte Begegnung von Mensch zu Mensch nicht ersetzten. Aber wenn sich bereits jemand einsam fühlt, möchten das Team der Himmelspost ihm vermitteln: Hier gibt es Menschen, die an dich denken.“

Himmelspost der jugend-kultur-kirche sankt peter

Extravagance: Spirituelles Online-Angebot der UCC in den USA 

Ökumenische Alltagsexerzitien online im Kirchenkreis Bayreuth

Rita Deschner

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Himmelspost

jkkspHimmelspost mit Pfarrerin Henriette Crüwell

Auf der Website der jugend-kultur-kirche sankt peter kann jeder seine Wünsche, Sorgen und Anliegen in ein Online-Eingabeformular schreiben, das in das Erklär-Video eingebettet ist. Pfarrerin Crüwell erhält die Gebetswünsche und betet mit.

Himmelspost der jugend-kultur-kirche sankt peter

Videos der Himmelspost-Gebete auf Instagram

Weitere spirituelle Glaubensangebote online:

Extravagance: Spirituelles Online-Angebot der UCC in den USA 

Ökumenische Alltagsexerzitien online im Kirchenkreis Bayreuth

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