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Der Schicksalstag der Deutschen: Der 9. November

Esther StoschWeiße Rosen in Trauer um die ermordeten JudenWeiße Rosen in Trauer um die im Holocaust ermordeten Juden

Was geschah alles am 9. November?

Der 9. November gilt als „Schicksalstag der Deutschen“, denn an diesem Tag jähren sich Ereignisse, die als politische Wendepunkte gelten.

Die EKHN erinnert in ihren Gedenkveranstaltungen an den 9. November 1938. In dieser Nacht, vom 9. auf den 10. November 1938, waren in Deutschland die Synagogen geschändet und angezündet worden. Damals soll in der evangelischen Kirche zu den Ereignissen mehrheitlich Schweigen, Wegschauen oder gar offene Zustimmung geherrscht haben. Deshalb ist der 9. November für die Kirche ein Tag des Erinnerns an die Leiden der Opfer aber auch ein Tag der Besinnung auf das mutige Zeugnis derer, die damals widersprochen haben und in deren Tradition wir uns heute stellen.

Aber auch nicht nur 1938, sondern in vielen anderen Jahren markierte der 9. November einen politischen Wendepunkt für die deutsche Geschichte:

Am 9. November 1848 wurde der Revolutionär Robert Blum, eine Symbolfigur für den Umbruch der Revolution zwischen Herbst 1848 und Frühjahr 1849, hingerichtet.  Sein Tod gilt als Symbol für den Anfang vom Ende der Revolution von 1848.

Am 9. November 1923 scheiterte der „Hitlerputsch“ in München, bei dem Hitler erstmals versuchte, eine nationale Revolution und Absetzung der Regierung durchzuführen.

Am 9. November 1918 endete mit dem Ersten Weltkrieg auch die Zeit der Monarchie in Deutschland, die erste deutsche Republik wurde ausgerufen. Diese hatte jedoch keinen Bestand.

Nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ 1933 brannten am 9. November 1938 die Synagogen. Die Pogromnacht war ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum organisierten Massenmord an den Juden.

Einen Gegensatz zu diesen Ereignissen bildet der 9. November 1989, an dem sich zum ersten Mal die Mauer für alle Bewohner Ostdeutschlands öffnete, was schließlich zur Wiedervereinigung Deutschlands führte.

Mit besonderen Veranstaltungen erinnern einige evangelische Gemeinden an diese Geschehnisse, aus denen sich eine besondere Verantwortung für die Geschichte und gegenwärtiges Handeln ableitet.

© Multimediaredaktion ekhn.de

Dies Gebot haben wir von ihm,
daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4, 21

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Gorfer

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