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Buß- und Bettag

istockphoto, dmbakerTagebuch schreibenWir Menschen machen Fehler. Aber wie wir damit umgehen, das macht den Unterschied. Deshab macht es Sinn, den Blick unter den eigenen Teppich zu wagen und beim „Hausputz für die Seele“ den Blick auf die Bereiche lenken, über die man sonst lieber hinwegsieht. Dabei lässt sich erfahren, wie entlastend das Eingeständnis der eigenen Grenzen sein kann. Und wie gut es tut, dass wir Menschen bei Gott Vergebung erfahren können.

Der Buß- und Bettag dient als ein rituelles Erinnern an das, was nicht so gut läuft, es geht darum zu schauen: Wo stehe ich?
Aber auch: Inwieweit sind wir selbst in die Unordnung dieser Welt verstrickt und an den Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft beteiligt? Die Frage, was Menschen anderen Menschen - auch ungewollt - antun können, ist zeitlos aktuell.  Das Nachdenken darüber ist die Voraussetzung, um gegebenenfalls im persönlichen als auch im gesellschaftlichen Leben umzukehren. Allerdings kostet das intensive In-sich-gehen viel Kraft. Auch das Nachdenken über politisch relevante Themen wie zum Beispiel die Haltung zu Flüchtlingen oder Umweltschutz verlangt vom Einzelnen einiges ab. Doch an diesem Tag sollte es nicht nur beim Nachdenken bleiben. Auch das Beten hat seinen Platz, es dadurch kann Kraft geschöpft werden und es wirkt entlastend.

Hintergrund  

Der Buß- und Bettag wurde 1852 auf der Eisenacher Konferenz als gemeinsamer Landesbußtag in der damaligen Preußischen Union festgelegt. Damit wurden verschiedene regionale Bußtage auf einem Datum gebündelt. Seitdem hat das Kirchenjahr drei offizielle Bußtage:

  • den Aschermittwoch, der die persönliche Buße in den Vordergrund stellt,
  • den Karfreitag, der auf den Tod von Jesus Christus verweist,
  • und den Buß- und Bettag im November, der die gemeinschaftliche Selbstbesinnung der Gesellschaft anregen soll.

Der Buß- und Bettag war bis 1995 ein gesetzlich geschützter und damit arbeitsfreier Feiertag. Dann wurde sein arbeitsfreier Status - außer in Sachsen - als finanzieller Ausgleich für die Pflegeversicherung abgeschafft. Trotzdem wird er von den Kirchen mit Gottesdiensten, Konzerten und anderen ernsten Veranstaltungen, die nun meist abends stattfinden, weiterhin gestaltet und erhalten.

© Multimediaredaktion ekhn.de

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Christus spricht:
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

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