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Erntedankfest

Yvonne SchnurErntedank-Altar beim LandeserntedankfestAuch im Gebiet der EKHN sind viele Landwirte und Winzer vom guten Gedeihen ihrer Pflanzen abhängig

Der Grund für dieses Fest ist in der Kirche sinnlich greifbar: Die Stufen vor dem Altar sind mit Erntegaben geschmückt, mit schweren Kürbissen, satt-blauen Pflaumen, Weizenähren, Trauben und Nüssen. Im Gebiet der EKHN sind nach wie vor viele Landwirte und Winzer direkt abhängig von einer guten Ernte. Ein schlechter Jahrgang bedeutet für sie finanzielle Einbußen. Doch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger können den Rhythmus von Saat und Ernte nicht mehr unmittelbar erleben, vor allem in den Städten.

Das passende Datum für den Feiertag

Die evangelische Kirche feiert Erntedank meist am ersten Sonntag im Oktober. Allerdings haben die Gemeinden freie Hand, einen anderen Termin zu wählen. In Weinbaugebieten wie Rheinhessen liegt der Termin häufig erst Ende Oktober, nach Abschluss der Traubenlese.

Ernte als Voraussetzung für menschliches Leben

Am Erntedankfest bedanken sich Christinnen und Christen bei Gott für die geernteten Feldfrüchte, denn sie werden als Geschenk erlebt, das nicht selbstverständlich ist. Landwirte und Gärtner können zwar das Gedeihen von Pflanzen und Tieren beeinflussen, aber es ist nicht ihre Leistung, dass Lebewesen in der Lage sind, sich zu entwickeln. Die Ernteprodukte sind eine der wichtigsten Voraussetzungen, dass Menschen leben können.  So gilt der Dank am Erntedankfest ganz bewusst dem „täglichen Brot“, für das im Vaterunser mit den Worten "unser tägliches Brot gib uns heute" jeden Sonntag gebetet wird. Diese Abhängigkeit von den Prozessen der Natur wird am Erntedanktag erneut ins Bewusstsein gerufen und an das Vertrauen an Gott erinnert, der diese Welt erhält und ständig neues Leben schenkt.  Diese Grundbeziehung zum Ursprung der Welt kennen auch andere Religionen: Schon in vorchristlicher Zeit haben sich Religionen und Kulturen mit Festen und Bräuchen bei ihren Göttern für den Ernteertrag bedankt oder um eine gute Ernte gebeten. Auch nach jüdischer Tradition feiern die Gläubigen nach der Ernte ein Freudenfest. Bereits im Alten Testament wird das Laubhüttenfest (Sukkoth) beschrieben, das nach Abschluss der Erntesaison gefeiert wird. 

Ein eingehaltenes Versprechen

Für Christen hat das Erntedankfest eine besondere Bedeutung, die eng mit dem christlichen Schöpfungsglauben verbunden ist. Gott als Schöpfer des Himmels und der Erde trägt dafür Sorge, dass es uns Menschen an nichts, was das Leben erhält, mangeln wird. So hat er versprochen: „solange die Erde besteht, sollen Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht nicht aufhören" (1. Mose 8, 22).

Ernte teilen

In der heutigen Zeit erhält das Erntedankfest zusätzliche Bedeutungen. Das Teilen der Ernte rückt mehr in den Vordergrund. Viele Gemeinden denken an diesem Tag an die Menschen, die an Hunger leiden, und sammeln in ihren Kollekten für „Brot für die Welt“ oder ähnliche Organisationen.

Verantwortung übernehmen

Auch die Lebensmittelskandale machen immer wieder bewusst, dass eine gute Ernte eng verbunden ist mit verantwortlichem, ökologischem Handeln. Das gilt auch für die Klimaveränderungen und Naturkatastrophen, die unsere als sicher geglaubte Nahrungs- und Energieversorgung in Frage stellen.

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Danksekunde

[Britta Jagusch / Björn Raddatz / RD]

© Multimediaredaktion ekhn.de

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Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Lukas 21, 28

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Luoman

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