Ewiges Leben
Wie die Engel im Himmel
Der Tod hat nicht das letzte Wort. Jesu Auferstehung ist ein Symbol dafür: Nachdem er als Leichnam in sein Grab gelegt wurde, stand er wieder auf und sprach mit Maria von Magdala und seinen Jüngern. Aber kann die Auferstehung noch für uns heute ein Hoffnungszeichen sein, zumal kein geliebtes, verstorbenes Familienmitglied oder ein Freund jemals einem wiederbegegnet ist?
Wer ist der „richtige“ Ehemann nach der Auferstehung?
Schon
vor 2000 Jahren beschäftigte die Menschen ebenfalls die Frage
der Auferstehung. Die Gruppe der Sadduzäer hielt diese Vorstellung
beispielsweise für absurd. Sie konfrontierten Jesus mit einem kniffligen
Fall: „Bei uns waren sieben Brüder. Der erste heiratete und
starb; und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau
seinem Bruder; desgleichen der zweite und der dritte bis zum siebenten.
Zuletzt nach allen starb die Frau.“
Dann stellen die Sadduzäer die eigentliche Frage: „Nun in der
Auferstehung: Wessen Frau wird sie sein von diesen sieben? Sie haben sie
ja alle gehabt.“
Wie die Engel im Himmel
Wenn es eine Auferstehung der Toten gibt, dann
dürfte bei dieser Familie
im Himmel ein ziemliches Durcheinander herrschen – eine Frau und
sieben Männer. Ob Jesus zustimmt, dass das ewige Leben eine ganz unglaubliche
Vorstellung ist?
Jesus antwortete ihnen: „Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt
noch die Kraft Gottes. Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten
noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel.“ (Matthäus,
22,30)
Außerhalb unserer Vorstellungskraft
Die Ewigkeit ist in allem ganz anders als das Leben auf dieser Welt. Auferstehung heißt auch nicht, dass die mit Uhren zu messende Zeit in Unendliche verlängert wird. Unsere kleinen Ordnungen und unsere engen Vorstellungen zählen dort nicht mehr und selbst die Ehe gilt nichts im Himmel: „Sie sind wie die Engel“, nicht Mann, nicht Frau, ja vielleicht ganz ohne Gestalt.
[Pfarrer Helwig Wegner, RD]
zurück | letzte Aktualisierung: 14.09.2007 | copyright by EKHN