Gott
Gott – wer ist das?
Das eigene Stoßgebet, die Geschichten in der Heiligen Schrift und kirchliche Veranstaltungen gründen auf einem einzigen Kern: Gott. Er ist das Zentrum des christlichen Glaubens. Wie lässt er sich nach christlicher Lehre vorstellen?
„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ heißt der erste Satz der Bibel. Er beschreibt, woran Juden und Christen gemeinsam glauben: an einen einzigen Schöpfergott, der die Welt mit ihren Pflanzen, Tieren und Menschen gewollt hat. Für die Geschöpfe bedeutet dies allerdings, dass sie selbst keine göttlichen Eigenschaften besitzen. Auf diesem Gottesbild basiert unter anderem die wissenschaftliche Entwicklung der westlichen Welt: Da weder Gesteine, noch Bäume oder Kühe eine göttliche Bedeutung haben, dürfen sie näher untersucht und dem Menschen nutzbar gemacht werden.
Gott als ansprechbares Gegenüber
Gott und seine Schöpfung, also auch Menschen, sind folglich unterschiedliche Wesen. Dennoch sind Gott und Welt miteinander verbunden. In Gott finden Menschen ein Gegenüber, ein ansprechbares „Du“. Ob Noah vor der Sintflut gerettet wird, Mose sein Volk aus Ägypten führt, oder Paulus den christlichen Glauben verbreitet - die biblischen Geschichten erzählen davon, wie Menschen ihre Erfahrungen in Beziehung auf den einen Gott deuten.
Gott als Urform der Liebe
Sein Wesen offenbarte Gott in der Heiligen Schrift und vor allem in Jesus. Durch dessen Gleichniserzählungen, Heilungen und seine Auferstehung zeigte Jesus den Menschen etwas von der göttlichen Wirklichkeit. Im ersten Brief des Johannes fasst der Verfasser zusammen: „Denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe.“
Der dreieinige Gott
Gott zeigt sich dem Menschen in unterschiedlichen Formen:
Er zeigt sich als Schöpfer, offenbart sich in Jesus und erleuchtet
auch heute Menschen durch den Heiligen Geist. Nach christlicher Lehre bilden
Vater, Sohn und Heiliger Geist eine Einheit (Trinität). Demnach haben
diese drei Anteil an dem einen Gott. [RD]
zurück | letzte Aktualisierung: 14.09.2007 | copyright by EKHN