Ewigkeitssonntag (Totensonntag)
Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Totensonntag in der so genannten »Altpreussischen Union« der protestantischen Kirchen in Deutschland von der Obrigkeit angeordnet. Hintergrund waren damals vor allem seelsorgerliche und politische Gründe: Der Toten der Befreiungskriege sollte auch kirchlich gedacht werden.
Der Totensonntag wird seitdem – in den deutschen Kirchen – am letzten Sonntag im Kirchenjahr gefeiert, bevor es mit dem ersten Advent neu beginnt. Die verschiedenen Benennungen dieses Sonntags – »Totensonntag«, »Ewigkeitssonntag«, »Sonntag vom Jüngsten Gericht« oder sogar »Vom Jüngsten- Gericht-Tag« – zeigen, wie schwer sich die evangelische Christenheit sich bis heute mit diesem Tag tut. [Evangelische Sonntagszeitung, 20.11.05]
Trauernde können im Internet ihre Erfahrungen austauschen und Hilfe suchenCarmen Berger-Zell, eine Pfarrerin aus der EKHN, ist die Frau, die die Internetseite „Trauernetz“ redaktionell betreut. Auf dieser Internetseite können Trauernde die Namen der Verstorbenen im Trauerbuch eingetragen, im Forum können sie sich mit Gleichgesinnten austauschen. Auch wer persönlichen Kontakt vor Ort suche, ist bei Trauernetz gut aufgehoben: Über eine bundesweite Adressdatenbank lassen sich Trauergruppen in der Region finden.
Trauernetz.de ist das zentrale Webangebot für Trauernde in der evangelischen Kirche.
Trauernetz
Friedhof für Fußballfans oder menschliche Asche in Amuletten? Haltung der Kirche zum Wandel der BestattungskulturSpätestens seitdem der Hamburger Fußball-Bundesliga-Club HSV plant, in der Sichtweite seines Stadions einen eigenen Friedhof für seine Fans zu errichten, ist klar: Die Bestattungskultur wandelt sich. Die Erdbestattung auf dem Friedhof, bei der der Verstorbene in einem Sarg in sein Grab herabgelassen wird, wird zunehmend zur Seltenheit.
Doch wie reagiert die evangelische Kirche auf diese Entwicklungen?
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Polizisten und Rettungskräfte: Vom Tod berührtKreuze am Wegesrand: Manche ganz schlicht, manche fast wie eine Grabstätte - immer aber ein Mahnmal menschlicher Schicksalsschläge. Angehörige haben sie aufgerichtet, Freunde legen Blumen nieder, Kinder oder Jugendliche geben ihr Lieblingsspielzeug zur Erinnerung. Die Schicksale, die hinter diesen Kreuzen stecken, lassen auch Polizistinnen und Polizisten nicht unberührt, so die Erfahrung von Polizeipfarrer Winfried Steinhaus. In seinem Zuständigkeitsbereich gab es in diesem Jahr eine Häufung tödlicher Verkehrsunfälle, darunter viele mit ganz jungen Opfern.
Das ginge auch "hartgesottenen" Rettungskräften unter die Haut und rührte sie an. Deren Erzählungen machten ihm deutlich, wie sehr ihre Aufgabe in sich das „Kreuz“ potentieller Eigengefährdung und der Mitbelastung des eigenen Umfelds trage. So begann die Tochter eines Feuerwehrsmanns beim Anblick von Adventskerzen zu weinen. Es stellte sich heraus, dass sie Gesprächsfetzen über einen Wohnungsbrand mit zwei Toten aufgeschnappt hatte. Für seine Polizisten wünscht sich Polizeipfarrer Steinhaus, dass Rettungskräften und Polizisten eine hohe Würdigung und Wertschätzung zuteil werde und ihnen nie „das Kreuz gebrochen“ werde. „Denn der Polizist ist es, der dem Bürger im Tiefsten subjektive Sicherheit vermittelt.“
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Broschüre und Internet-Paket zum Thema "Bestattung" Die EKHN möchte Sie ermutigen, sich mit dem Thema Tod und Trauer zu beschäftigen. In einer Situation, in der in kurzer Zeit viele
Entscheidungen getroffen werden müssen, sollen die Inhalte auch Ihnen Orientierung bieten.
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zurück | letzte Aktualisierung: 22.11.2007 | copyright by EKHN