Johannistag
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Am 24. Juni ist Johannistag. Für manche mag das ungewohnt sein, aber der Johannistag ist auch ein Festtag in der evangelischen Kirche. Dann erinnern Christen an den Namensgeber, Johannes den Täufer. Sein Leben und seine Predigten waren so bedeutsam und vorbildlich, dass er als Heiliger in der evangelischen Kirche gilt. Doch welch ein Mensch war Johannes der Täufer? Er lebte vor rund 2.000 Jahren und ist vor allem deshalb bekannt, weil er Jesus taufte. Auch astronomisch ist der 24. Juni ein besonderer Tag - er liegt drei Tage später als die Sommersonnenwende, an der es am längsten hell und die Nacht die Kürzeste im Jahr ist. Dieses Ereignis war bereits in vorchristlicher Zeit ein guter Anlass, um Feste zu feiern. In Hessen-Nassau ist vor allem heute das Mainzer Johannesfest berühmt, bei dem allerdings eher Johannes Gutenberg, der Erfinder des Buchdrucks, im Mittelpunkt steht. |
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"Johannes der Täufer" Der Namensgeber des Johannisfestes, Johannes der Täufer, rief vor rund 2000 Jahren als Prediger die Menschen dazu auf, ihre Sünden zu büßen, um schließlich ein ethisch einwandfreies Leben zu führen. Johannes war in der jüdäischen Wüste, nahe der Mündung des Jordans in das Tote Meer, unterwegs.
Johannes gilt als Wegbereiter Jesu, der eine gewisse Zeit lang seinem Anhängerkreis angehörte und sich von ihm taufen ließ. Viele Menschen kamen zu Johannes, doch er hatte auch mächtige Feinde. Das Datum Der Johannistag wird drei Tage nach der Sommersonnenwende gefeiert. Den ursprünglich heidnischen Sonnenwendfesten haben Christen eine neue Bedeutung gegeben. „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“, hatte Johnannes selbst gesagt. Die Nähe zur Sommersonnenwende hat somit symbolische Bedeutung: Johannes der Täufer weicht Jesus, der an Weihnachten in einer Krippe in Bethlehem zur Welt kommt. mehr Johannes und das Christentum Die Gemeinschaft um Johannes den Täufer entstand, bevor es Christen gab und bevor Jesus Menschen um sich versammelte. Später wurden Unterschiede zwischen Jesus und Johannes deutlich. Johannesanhänger hielten Jesus beispielsweie für einen "Fresser und Weinsäufer.“ Waren Johannes- und Jesusanhänger dabei, miteinander konkurrierende Gemeinschaften zu bilden? mehr Die evangelische Tradition Johannes der Täufer gehört in der evangelischen Kirche zu den Heiligen, der Johannistag wurde bereits im lutherischen liturgischen Kalender festgehalten. Für evangelische Christen können Heilige ein gutes Beispiel im Glauben und im Handeln sein. Im Gegensatz zur katholischen Kirche werden sie allerdings nicht im Gebet angerufen, um von ihnen Hilfe zu erbitten. In der Evangelischen Kirche hat der Johannestag bis heute am 24. Juni seinen festen Platz im Kirchenkalender. mehr Heute ist in der Region Hessen-Nassau vor allem das Johannisfest in Mainz bekannt. Die Mainzer erinnern allerdings weniger an Johannes den Täufer, sondern vielmehr an den Katholiken Johannes Gutenberg, der den Buchdruck erfand. Dennoch gibt es Veranstaltungen auf diesem Volksfest, die das Ritual der „Taufe“ aufgenommen haben. So werden beim „Gautschen“ die neuen Gesellen aus dem grafischen Gewerbein einen Wasserbottich getaucht. mehr |
Rita Deschner / DB
zurück | letzte Aktualisierung: 20.06.2008 | copyright by EKHN



