Osterfeiertage

Die Woche vor Ostern  ist die Karwoche, mit der die Passionszeit gleichzeitig zum Höhepunkt kommt und endet.  Theologisch gesehen ist  der Kafreitag der entscheidende Tag.

Der Palmsonntag bildet den Anfang der Karwoche (-kirchliche Wochen beginnen bereits am Sonntag). An vielen Orten werden dazu Familiengottesdienste mit Aufführungen von Kindern gefeiert. Der Tag erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem. Nach biblischer Überlieferung haben Menschen Zweige auf dem Weg ausgebreitet, auf dem Jesus auf einem Esel in die Stadt ritt.

Nach dem Palmssonntag ist der nächste wichtige Tag der Karwoche der Gründonnerstag. Sein Name leitet sich ab von "Greinen" (für "Weinen") und bringt die Trauer der Jüngerinnen und Jünger Jesu zum Ausdruck.  Am Abend dieses Tages hat Jesus  zum letzten Mal vor seinem Tod mit seinen Jüngern gegessen und hat dabei das Abendmahl eingesetzt.

Der Karfreitag ist  der Todestag Jesu.  An diesem Tag wurde er gekreuzigt. Damit hat sich Gottes Sohn dem Tod ausgesetzt. mehr

Der Karsamstag wird vielerorts als Tag der stillen Andacht verstanden. Jesus ist bereits tot, aber noch nicht auferstanden. Sinn ist es, die Ohnmacht und Trauer der Jüngerinnen und Jünger nachzuvollziehen.

Am Ostersonntag schließlich beginnt der Morgen in vielen Gemeinden mit einem Frühgottesdienst und anschließendem Osterfeuer. Jesus ist theologisch nun nicht mehr nur Jesus sondern Christus, der Gesalbte und Auferstandene. Durch seine Auferstehung hat er die Macht des Todes überwunden. Dies gibt Christinnen und Christen in aller Welt die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.

[Richard Birke, Christian Lechelt]