Karfreitag

Karfreitag gibt die Kraft, Verantwortung für Schuld zu übernehmen und trotzdem offen in die Zukunft zu blicken




Es gab Zeiten, in denen der Karfreitag als der höchste Feiertag der Protestanten galt. Der Grund dafür war, dass das Leiden und der Tod Jesu als Sühnopfer für die Sünden der Welt in den Mittelpunkt des Glaubens gerückt wurde. Eine Vorstellung, die sich für heutige Augen sperrig liest, dennoch gibt es Annäherungen an das, was das Kreuz für jeden Einzelnen bedeuten kann. Gegenwärtig ist der Karfreitag der Tag, an dem über Sterben und Tod Jesu meditiert wird und über das Leid nachgedacht wird. Karfreitag ist aber nicht getrennt von Ostern, also der Auferstehung Christi, zu betrachten. Beides gehört zusammen. Und so sind Karfreitag und Ostern immer zusammen zu denken: Ohne Ostern keinen Karfreitag und ohne Karfreitag kein Ostern.

Was kann Karfreitag für mein Leben bedeuten?

Wir Menschen machen Fehler. Manchmal auch schwerwiegende Fehler. Sie belasten uns, sie holen uns in unserem Alltag ein. Was, wenn man mit der Schuld nicht fertig wird? Kann und will ein Mensch so weiterleben? Am Karfreitag wird klar: Man kann weiter leben.
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Brauchte Gott ein Opfer am Kreuz zur Versöhnung?

Das Leitende Geistliche Amt (LGA) der EKHN hat eine Stellungnahme über die theologische Bedeutung des Kreuzestodes von Jesus Christus veröffentlicht. Darin prüft das LGA insbesondere den umstrittenen Gedanken des Todes Jesu als Sühnopfer. Der Text ist unter dem Titel „Stellungnahme zur umstrittenen Deutung des Todes Jesu als ein Gott versöhnendes Opfer“ erschienen.
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Wortlaut (PDF)
Interview: Neu nachdenken über den Sühnetod Jesu


Karfreitag - "Jesus Christus - für unsere Sünden gestorben"?

Von Pröpstin Gabriele Scherle. Karfreitag - wir erinnern uns, dass da einer gekreuzigt wurde. Einer unter vielen anderen wurde hingerichtet. Viele tausende starben wie er vor den Toren Jerusalems. Viele Millionen davor und danach. Verstehen wir, was da gesagt wird: gestorben für unsere Sünden? Worum geht es? Sühne bezieht sich auf Situationen, in denen nichts mehr wiedergutzumachen ist.
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Warum ist Jesus am Kreuz gestorben?

Was eigentlich soll das Leiden des Jesus von Nazareth mit den Menschen von heute zu tun haben? Die Frage ist nicht neu. Sie zielt seit 2.000 Jahren auf den Kern des christlichen Glaubens: Hat der elende Tod Jesu am Kreuz auf dem Hügel Golgatha für andere Menschen eine Bedeutung, außer vielleicht für seine nächsten Angehörigen und Freunde? Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, darauf zu antworten.
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Tut das dem Mann nicht weh?

Eine besinnliche Erzählung von Pfarrerin Monika Sommer:
Ein kleiner Junge geht an der Hand des möglichen Adoptivvaters durch Heidelberg. Vielleicht um sich zu wärmen, gehen sie in die Heiliggeistkirche. Treten ein in die große Kirche. Dann stehen sie vor dem Altar mit dem Kreuz und dem Körper am Kreuz. Der Junge sieht sich den Mann am Kreuz lange an. Dann sagt er: "Tut das dem Mann nicht weh?"
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Der Karfreitag - Kindern erklärt

Mit dem Kindergarten ist Lisa das erste Mal in einer Kirche. Der Pfarrer erklärt ein Element nach dem anderen, die Orgel, den Taufstein, den Altar, die Kanzel. Doch Lisa kann ihre Augen nicht von dem schmalen und ausgemergelten Körper des Mannes nehmen, der schräg hinter dem Altar an einem Kreuz schwebt. Lisa fragt: „Warum hängt der Mann da?“
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Kreuz, Quelle: Casten C. SommerPassionspodcast: Die Kreuzigung (nach Matthäus)

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zur kompletten Passions- und Ostergeschichte



Das Kreuz mit dem Kreuz

Es gibt kein Zeichen, das das Christentum mehr symbolisiert. Vor allem in der Passionszeit und am Karfreitag steht es im Mittelpunkt: das Kreuz. Doch das war nicht immer so. In der Kunst war es alles andere als
unumstritten.
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Bilder über die sieben letzten Worte Jesu am Kreuz

Künstler Hans-Peter Schmücker ließ sich durch das musikalische Werk „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“  Joseph Haydens inspirieren. Zu dem Thema schuf er eine Serie mit sieben Bildern - für jedes Jesuswort eines. Der Theologe Thomas Ruhl erklärte: „Die letzten Worte Jesu sind existenziell, sie sprechen in mein Leben hinein. Wer diesen `Code´ lebt, dem erschließt sich christliche Existenz“, so der Theologe. Die Bilder Schmückers machten diesen Code ästhetisch zugänglich.
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