Reformationstag und Halloween

Halloween und Kirche

Reformationsgottesdienst oder durchgestylte Halloweenparty? Diese Frage stellen sich viele Protestanten am 31. Oktober nicht mehr – im Zweifelsfall entscheiden sie sich für beides. Für Pfarrerin Doris Joachim-Storch, die Referentin für Gottesdienst im Zentrum Verkündigung der EKHN, ist klar: Die dunklen, manchmal beängstigenden Mächte lassen sich mit einer anderen Macht überwinden – mit dem Glauben an Gott. So können sich der Reformationstag und Halloween gegenseitig befruchten. Dennoch wirft Halloween Fragen auf: Wird bei Kindern der Glaube an Dämonen gefördert? Ist es ausschließlich ein Fest, dass die Kassen des Einzelhandels füllt? Was wird eigentlich an Halloween gefeiert? Pfarrerin Doris Joachim-Storch gibt Auskunft zum Fest und erläutert anhand von fünf Thesen ihre Haltung zum Gruselfest.

Halloween: Gruselspaß oder Gefahr für Kinderseelen?

Kinder an HalloweenWer nach forschem Klingeln abends am 31. Oktober die Wohnungstür öffnet, hat den Eindruck, dass sich vor ihm eine lebendige Szene aus einem Horror-Film im Mini-Format aufbaut: Kleine Teufel, Hexen oder Werwölfe drohen den Bewohnern mit gruseligen Scherzchen, wenn sie sie nicht mit Süßigkeiten besänftigen. Halloween spielt also mit dem Gespenstischen, spielt mit dem Grusel und der Angst.
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Eine Haltung aus der evangelischen Kirche zu Halloween

Zweifelnder Luther und verkleidetes KindGanz klar: Am 31. Oktober feiern Protestanten den Reformationstag. Dadurch wird teilweise Halloween als Konkurrenz-Veranstaltung wahrgenommen. Wie stehen also Vertreter der evangelischen Kirche zum dem Gruselfest? Die Meinungen sind unterschiedlich - Doris Joachim-Storch, die Referentin für Gottesdienst im Zentrum Verkündiung der EKHN, vertritt in fünf Thesen ihre Haltung.
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Die Entstehung

Dunkelheit„Halloween ist ein Fest, in dem auch christliche Motive enthalten sind,“ stellt Pfarrerin Doris Joachim-Storch fest. Ursprünglich feierten die Iren Halloween am Abend vor Allerheiligen. Daher der Begriff All Hallows‘ Eve.
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Die Legende

Jack O´LanternZum irischen Halloweenfest gehört eine Volkssage, nach der Jack O'Lantern am Tag vor Allerheiligen mit einer ausgehöhlten Rübe, in der ein Licht brennt, umherwandert. Es heißt, dass er ein geiziger, trunksüchtiger Schmied in seinem Dorf in Irland gewesen sei und in einer Kneipe saß, als ihm der Teufel erschien ...
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Rita Deschner / DB