Gebäude

03. Juli 2008

Kapelle mit Lichtkamin geplant

Klimafreundliches Passivhaus

 

In Langenseifen soll eine Kapelle um einen vier Meter hoher Altar aus Basaltlava gebaut werden. Die aktuellen Pläne für den „kleinen Dom“, wie ihn eine isländische Besuchergruppe nannte, liegen nun vor und wurden am 27. Juni 2008 der Öffentlichkeit präsentiert. Die Architektin Barbara Schmid der Darmstädter Kirchenverwaltung erklärte, dass man die Kapelle als Niedrigenergie-Gebäude bauen wolle, um den Energiebedarf so gering wie möglich zu halten. Das Gotteshaus soll als solches von innen und außen sofort zu erkennen sein und ein reiner Gottesdienst- und Andachtsraum für 50 bis 60 Besucher sein.

Sonnenlicht von oben und unten

Deshalb habe man sich für eine Holzkonstruktion mit gewölbten Leimbindern entschieden. Die Form erinnert ein wenig an einen windschiefen Heißluftballon. An der höchsten Stelle, in 6,50 Meter Höhe, werden die Leinbinder zusammengefasst und das Innere von einem etwa 1,50 breiten Lichtkamin mit Sonnenlicht durchflutet. Licht wird auch vom Unterraum um den Basaltlava-Altar einströmen. Auch von Außen soll die Säule noch zu sehen sein. Wie genau das gelöst werden wird, wie die helle und filigrane Außenhaut gestaltet werden soll, darüber sei man noch in der Diskussion, betonten Pfarrer Eberhard Geisler und die Architektin.

Barrierefreier Zugang

Zur Straße hin ist ein ebenerdiger und rollstuhlgerechter Zugang geplant. Vor die Kapelle sollen auf Stehlen ein behindertengerechtes WC, die Sakristei und eine kleine Teeküche angesetzt werden. Die die exakten Baukosten werden nun berechnet und Pfarrer Eberhard Geisler ist guter Zuversicht, dass man dann nach knapp 10 Jahren Planungszeit mit dem Bau beginnen könne. Der Kirchengemeinde steht ein Finanzrahmen von 250.000 Euro für das Vorhaben zur Verfügung. Das Feldstück, auf dem dieser Altar errichtet wurde, hatte der verstorbene Werner Ernst gestiftet.

Christian Weise / RD