Kirchensteuer & Finanzen

Geschichte der Kirchensteuer

Die Kirchensteuer wurde im 19. Jahrhundert als Reaktion auf dramatische gesellschaftliche Veränderungen eingeführt. Dies wurde nötig, da die mittelalterliche Praxis der Kirchenfinanzierung im Gefolge der Französischen Revolution zusammengebrochen war.


Staatsleistungen, Entgelte und Fördermittel

Die EKHN erhält 82 Prozent, also mehr als vier Fünftel ihrer Mittel, aus der Kirchensteuer. Diese Einnahme ist ihre mit Abstand wichtigste Finanzierungsquelle. Daneben fließen der EKHN weitere Mittel zu, die von manchen Kritikern pauschal als „Subventionen“ oder „Staatsleistungen“ bezeichnet werden.


Rücklagen der EKHN

Rücklagen sind für eine kirchliche Großorganisation wie die EKHN existenziell. Nur mit ihrer Hilfe kann die EKHN kurzfristige Einnahmeausfälle ausgleichen. Rücklagen ermöglichen es zudem, mittelfristige Veränderungen ohne Zeitdruck zu planen und bei deren Umsetzung Härten für die Betroffenen zu verringern.


Sparmaßnahmen der EKHN

Es werden immer weniger Kinder geboren, deswegen werden immer weniger getauft und dadurch gibt es später immer weniger Erwachsene, die evangelisch sind und Kirchensteuern zahlen. Die Bevölkerungsentwicklung ist der Grund, weshalb die Kirche den Gürtel enger schnallen muss.


Zuweisungen

Wie viel Geld eine Gemeinde von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) erhält, errechnet sich aus der Anzahl der Gemeindemitglieder, der Gottesdienstorte und dem Bestand an Gebäuden. Hinzukommen können Zuweisungen für besondere Einrichtungen und Aufgaben, etwa für Kindertagesstätten. Ferner sind die Gemeinden an den Einnahmen des Pfarreivermögens beteiligt.


Das Rechnungsprüfungs-
amt

Die kirchlichen Finanzen werden offen, transparent und demokratisch verwaltet und geprüft. Alle Haushaltspläne in der EKHN werden von gewählten Gremien beschlossen. Zudem gibt es ein kirchliches Rechnungsprüfungsamt, das unabhängig arbeitet.