60 Jahre EKHN - Jahresbericht 2006/2007
Taufe und Bestattung in 60 Jahren EKHN
Taufe, Konfirmation und Bestattung finden unter den Mitgliedern eine hohe Akzeptanz. Fast alle Kinder evangelischer Eltern werden getauft und später konfirmiert. Fast alle evangelischen Christen werden evangelisch bestattet.
Taufe

Während die Kinder in früheren Zeiten meist unmittelbar nach der Geburt getauft wurden, geschieht dies heute später – nicht selten erst im Kindergarten- oder Grundschulalter bis hin zur Konfirmationszeit.
Mit der Taufe werden Menschen Teil der Gemeinde Jesu Christi. Die Eltern, die ihr Kind zur Taufe bringen, wissen darum, dass jede menschliche Fürsorge an ihre Grenzen gerät und dass wir in einer bedrohlichen Welt leben. Aber mit der Taufe verbindet sich der Glaube, jenseits menschlicher Kräfte liege die schützende und rettende Macht Gottes.
Dass der Mensch, der auf den Namen Gottes getauft wird, bei seinem Namen genannt und gerufen wird, lässt ihn unverwechselbar und damit einzigartig sein.
Die Taufe ist das Sakrament, das die großen christlichen Kirchen miteinander verbindet. Am 29. April 2007 haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Deutsche Bischofskonferenz der katholischen Kirche, orthodoxe und altorientalische Kirchen sowie Freikirchen auf der Ebene der Bundesrepublik Deutschland eine förmliche Erklärung über die wechselseitige Anerkennung der Taufe unterzeichnet.
Bestattung

Seit jeher trägt die christliche Gemeinde Verantwortung für die Bestattung ihrer Toten. Mit dem christlichen Begräbnis legt sie ihre Toten in die Hand Gottes und vertraut sie der göttlichen Barmherzigkeit an. Die Bestattungskultur unterliegt gegenwärtig vielfältigen Veränderungen. Manche Traditionen verblassen, zugleich wächst der Wunsch nach individuelleren Formen. Es entstehen neue Bestattungsorte, wie zum Beispiel Friedwälder oder Gedenkstätten für früh und tot geborene Kinder. Die Bestattungs- und Abschiedskultur wird zunehmend zu einer Gestaltungsaufgabe. Dabei ist vieles zu entscheiden. Darum sind Menschen verstärkt auf die seelsorgliche und rituelle Kompetenz von Pfarrerinnen und Pfarrern angewiesen.
Die Zahl der Trauungen ist seit Anfang der 60er-Jahre rückläufig. Das gilt zwar auch für die Zahl der standesamtlichen Eheschließungen, dort aber in geringerem Maße. Neben Ehe und Familie haben sich seitdem andere Lebensformen und Partnerschaftsmodelle etabliert. Partnerschaften werden heute mehr als private Verabredung gesehen. Demgegenüber betont die Trauung den öffentlichen und geistlichen Charakter einer Lebensgemeinschaft.
Broschürenreihe
Über wichtige Aspekte von Taufe, Trauung und Bestattung aus evangelischer Sicht informieren drei neue Broschüren der EKHN:
• Die Taufe – eine Verbindung, die trägt.
• Die Trauung – ein verheißungsvoller Schritt.
• Die Bestattung – ein Abschied, der zum Leben gehört.
Die 20 bis 30 Seiten langen Hefte bieten mit eindrücklichen Fotos und kurzen Texten Basisinformationen und praktische Hilfen. Sie können hier heruntergeladen werden
»Taufe«
»Trauung«
»Bestattung«
oder als farbige Druckversion zum Einzelpreis von einem Euro bestellt werden bei
Öffentlichkeitsarbeit der EHKN
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zurück | letzte Aktualisierung: 21.09.2007 | copyright by EKHN