Bericht
Das neue Evangelische Gymnasium wird eröffnet
Einrichtungsideen unterstützen das pädagogische Konzept
Am 31. August öffnet das neue Schulgebäude des Evangelischen Gymnasiums zum neuen Schuljahr seine Türen mit einem festlichen Programm. Anwesend werden Kirchenpräsident Prof. Dr. Dr. Peter Steinacker, Präses Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer und die Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz Doris Ahnen sein. Nach der offiziellen Eröffnung findet ein Tag der offenen Tür mit zahlreichen Programmpunkten statt.
Architektur unterstützt pädagogisches Konzept
Bunt und einladend ist das neue Schulgebäude des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg, das am 31. August mit einem Festakt eröffnet wird. Auch innen besticht das Gebäude mit neuen innovativen Einrichtungsideen, die das moderne pädagogische Konzept unterstützen: Freude am Lernen, Wertevermittlung, religionspädagogische Förderung und Kontakt zur regionalen Wirtschaft. Der Unterricht findet nicht mehr ausschließlich in der klassischen Form des Frontalunterrichts statt. Die Einzeltische der Schülerinnen und Schüler lassen sich je nach Unterrichtssituation zu einer großen Gruppe zusammenfügen. Ebenso lassen Sie sich in der Höhe verstellen, so dass sie sich der Körpergröße der Schüler anpassen lassen. Auch die Tafeln folgen der flexiblen Unterrichtsform: Sie sind mit Schienen an den Wänden angebracht, so dass sie sich beliebig verschieben lassen und sich so je nach Klein- und Großgruppen organisieren. „Wir möchten den Kindern in unserer Region die beste Bildung bieten, die eine Schule vermitteln kann. Denn nur so können wir ihnen ermöglichen, ihre Zukunft selbst zu gestalten“, erklärt Dietmar Köhler, Präses und Gesellschaftervertreter des Evangelischen Dekanats Bad Marienberg beim Schulträger. Zum pädagogischen Konzept gehört auch die Schulkleidung, die vor einem Jahr an die Schüler ausgeteilt wurde und von allen positiv angenommen wird: „Die Schulkleidung ist von unseren Schülerinnen und Schülern und den Eltern sehr gut angenommen worden. Damit konnten wir als Schule ein Zeichen gegen soziale Ausgrenzung setzen“, erklärt Dr. Jens Feld, Studienleiter am Religionspädagogischen Amt in Nassau und Gesellschaftervertreter der EKHN beim Schulträger. Die wöchentlichen Schulgottesdienste in der Stadtkirche prägen mittlerweile das Stadtbild in Bad Marienberg, wenn die Kinder in ihrer Schulkleidung die Kirche besuchen.
Am 31. August wird nun das neue Schulgebäude eröffnet, das den Rahmen für die neuen Konzepte bildet. Zu der Eröffnung kommen Kirchenpräsident Prof. Dr. Dr. Peter Steinacker, der Präses der EKHN-Synode Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer und Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz Doris Ahnen, Landrat Peter Paul Weinert und Verbandsbürgermeister Jürgen Schmidt.
Offenheit und Atmosphäre
Die Schule besteht aus zwei Gebäuden, die jeweils mit einer Aluminiumfassade verkleidet sind und großen Fensterflächen, die viel Licht in das Gebäude lassen und so eine offene und freundliche Atmosphäre schaffen. Im ersten befinden sich die Verwaltung, Aula, und die Fach- und Klassenräume, im anderen Sporthalle, Mensa und die Räume für Musik, Werken und Kunsterziehung. Auch die Mensa wird durch eine große Glasfront geprägt. Hier wird es täglich für die Schülerinnen und Schüler gesundes Essen ausgegeben, das sie sich selbst auswählen können. Um eine Tischgemeinschaft zu ermöglichen, werden – für Ganztagsschulen ungewöhnlich – Tischportionen ausgegeben. Als Gäste nehmen Schüler der Michael-Ende-Schule (einer Förderschule) teil, die auch die Turnhalle mitbenutzen können. Auch Sport spielt eine wichtige Rolle im Schulalltag: Es gibt eine multifunktionale Sporthalle und einen Kleinspielfeld. Den kommunikativen Mittelpunkt im Ensemble der Gebäude bildet der großzügige Schulhof.
Auch im Bereich Umweltschutz punktet das Gymnasium: So wird mit Fernwärme vom benachbarten Bauernhof geheizt. Moderne EIB-Bustechnik regelt die Energiesysteme des Hauses, die bis zu 30 % Energie einspart. Entworfen wurde das Gebäude von dem Stuttgarter Architekturbüro 4a.
Finanzierung
Innerhalb kürzester Zeit konnte die neue Schule errichtet werden. Im April 2006 wurde der erste Spatenstich gemacht, im Oktober folgten dann das Richtfest und die Grundsteinlegung durch Kirchenpräsident Prof. Dr. Dr. Peter Steinacker. Die laufenden Kosten des Gymnasiums werden finanziert durch Elternbeiträge und Zuschüsse des Landes Rheinland-Pfalz. Der Neubau kostet rund 11 Millionen Euro, wobei 70% durch Ganztagsschulmittel des Landes Rheinland-Pfalz finanziert werden.
Programm
Die Eröffnung beginnt mit einem Gottesdienst um 10 Uhr in der evangelischen Kirche Bad Marienberg. Im Anschluss findet ein Empfang in der Aula des Gymnasiums mit Grußworten statt. Um 14 Uhr beginnt dann der Tag der offenen Tür.
Jörg Peeper
zurück | letzte Aktualisierung: 14.09.2007 | copyright by EKHN