Bericht
Evangelische Jugend diskutierte über Positionen zur hessischen Landtagswahl
Vollversammlung auf der Jugendburg Hohensolms
Im Rahmen der 12. Vollversammlung der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau e. V. (EJHN) trafen sich am vergangenen Wochenende Vertreterinnen und Vertreter der Jugendverbände der EKHN und der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck, um gemeinsam über Positionen zur hessischen Landtagswahl 2008 zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Themen Ausbildung, Schule und Ehrenamt.
Studiengebühren werden abgelehnt
Evangelische Jugend in Hessen und Nassau e.V.
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Links:
EJHN
Kampagne „Schöner Leben ohne Nazis“
Synodenbeschluss der EKHN zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare (PDF)
Trauer um Hans Helmut Köke
In einem Workshop diskutierten Mitglieder des Sprecherkreises des Landesjugendforums der EKKW gemeinsam mit den Delegierten aus den Dekanaten der EKHN. Ein zentrales Thema des Gesprächs waren Studiengebühren, deren Einführung deutlich kritisiert wurde. Die EJHN hatte bereits vor einem Jahr die Einführung von Studiengebühren abgelehnt. Laut EJHN änderten auch die kürzlich eingeführten Stipendien für Funktionsträger auf Landesebene an dieser Position nichts.
Mit „Jugend Job Centern“ die problematische Arbeitsmarktlage für Jugendliche verbessern
Ein weiteres Thema war die bessere Zusammenarbeit von Arbeitsagenturen und Jugendhilfe. Vor dem Hintergrund der problematischen Ausbildungsplatz- und Arbeitsmarktsituation für junge Menschen forderten die Teilnehmenden: „Die Politik ist dringend aufgefordert, die Perspektiven von jungen Menschen wieder zu verbessern.“ Sie schlugen vor, dass als Instrument zur Verbesserung der Situation „Jugend Job Center“ gebildet werden sollten.
Zum Schwerpunktthema „Nur die Liebe lässt uns leben!“: Toleranz für unterschiedliche Lebensentwürfe
„Mir war es ein Anliegen für einen möglichsten toleranten Umgang mit verschiedenen Lebensentwürfen zu werben. Ich denke, dass uns dies auch gelungen ist,“ sagte die Vorsitzende der EJHN, Bettina Reiss-Semmler. In ihrem einstimmigen Beschluss hatte die Vollversammlung der EJHN zu einer toleranten und weltoffenen Kirche und Gesellschaft aufgerufen, in der Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen ihren Platz haben. Die Evangelische Jugend wies dabei ausdrücklich auf den grundlegenden und wegweisenden Beschluss der Synode der EKHN zur Frage der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare hin.
Kampagne „Schöner Leben ohne Nazis“
Ferner beschlossen die 120 Delegierten sich dem Aufruf „Schöner Leben ohne Nazis“ anzuschließen, der von einem südhessischen Bündnis unterschiedlicher Initiativen und Verbände ins Leben gerufen wurde.
Schweigeminute für Hans-Helmut Köke
In einer Schweigeminute gedachten die Delegierten dem verstorbenen, ehemaligen Stellvertreter des Kirchenpräsidenten, Pfarrer Hans-Helmut Köke.
Als regelmäßiger Gast auf den Vollversammlungen der EJHN hatte er das Gespräch mit den jungen Delegierten gesucht. „Gerade während der Neugründung des landeskirchlichen Jugendverbandes war Hans-Helmut Köke ein wichtiger Ratgeber und Begleiter,“ heißt es in der Mitteilung des EJHN.
Vorstandswahlen
Am Sonntag wählte die EJHN einen neuen Vorstand. Als Vorsitzende wurde Bettina Reiss-Semmler (Darmstadt) im Amt bestätigt. Als weiterer Vorsitzender wurde Matthias Roth (Wiesbaden) gewählt, der dem Vorstand bereits in den letzten beiden Jahren angehörte. Dem Vorstand gehören ferner Vertreterinnen und Vertreter aus den insgesamt sechs Propsteien der EKHN an. Gewählt wurden: Julia Schmidt und Torben Schmidt (Nord-Nassau), Anna Lena Fleeth und Stefan Lipphardt (Oberhessen), Claudia Schneider und Christian Krüger (Rhein-Main), Michaela Bittmann und Fa-Rung Rath (Süd-Nassau), Jennifer Gürster und David Niklas Mayer (Rheinhessen) sowie Steffen Antel und Vera Kockler (Starkenburg).
Hintergrund
Die Vollversammlung der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau e. V. tagte vom 26. - 28. Oktober 2007 auf der Evangelischen Jugendburg Hohensolms. Die Vollversammlung ist das höchste Beschluss fassende Vertretungsorgan der kirchlich getragenen und verantworteten Arbeit von und mit Kindern und Jugendlichen in der EKHN. Die Delegierten aus den Dekanaten vertreten damit die rund 170 hauptberuflichen und ca. 26.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ev. Jugend in Südhessen und im östlichen Rheinland-Pfalz.
Frank Beckmann / RD
zurück | letzte Aktualisierung: 30.10.2007 | copyright by EKHN