Meldung
Getreide als Energielieferant durch Verbrennung und Bestandteil beim Abendmahl
Für und Wider der Getreideverheizung und Arbeitshilfe
Stellungnahme: Das Für und Wider der Getreideverheizung (PDF, 55 KB)
Arbeitshilfe zum Für und Wider der Getreideverheizung (PDF, 107 KB)
Für Christen hat Brot, das vorwiegend aus gemahlenem Getreide besteht, eine besondere Bedeutung, wie der Vers „Unter tägliches Brot gib uns heute“ im Vaterunser zeigt. Außerdem erhält es eine tiefgründige Bedeutung beim Abendmahl, dort verweist das Brot auf den Leib Christi.
Getreide als Energieträger
Welche Haltung gegenüber der Getreideverheizung können nun Christen vor diesem Hintergrund einnehmen? Getreide wird verbrannt, um Strom und Wärme zu erzeugen, um so die fossilen Energieträger zu schonen und damit soll es dazu beitragen, dem Klimawandel Einhalt zu gebieten.
Haltung aus christlicher Sicht zur Getreideverbrennung
Dr. Maren Heincke, Beauftragte für den ländlichen Raum im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN (ZGV), schreibt in einer Stellungnahme: „Keine der theologischen Traditionen vollzieht den Umkehrschluss, demzufolge das Getreide an sich heilig wäre.“ Es bestehe theologisch gesehen
kein begründbarer Widerspruch zwischen der hohen Wertschätzung des Lebensmittels
Getreide und der Verwendung von Getreide für eine umweltverträglichere
Energieversorgung.
In dem Text, den sie im Auftrag der Kirchenleitung der EKHN verfasst hat, erläutert sie: "Im Sinne der christlichen Freiheit zur Weltgestaltung sind neue
Verwendungsarten des Getreides durchaus legitim, so lange damit tatsächlich ein relevanter
Beitrag zu den hohen ethischen Zielen der Stillung menschlicher Grundbedürfnisse, der
Bewahrung der Schöpfung und des Klimaschutzes geleistet wird."
[RD]
zurück | letzte Aktualisierung: 14.09.2007 | copyright by EKHN