"Grüne Gentechnik"

29. September 2006

Wieviel Gentechnik dulden wir in unserem Essen?

Mehr gentechnikfreie Regionen in Hessen gefordert

Presseberichte über genmanipulierten Reis in deutschen Supermarktregalen verunsichern Verbraucher und Landwirte.
Auch auf dem Gebiet der EKHN: So betreibt zum Beispiel die Bauernschaft in Hohenstein im Taunus die Ausweitung gentechnikfreier Zonen. Seit April 2006 ist Hohenstein eine von sieben anerkannten gentechnikfreien Regionen in Hessen. Ziel der Hohensteiner ist es, dass Hessen flächendeckend gentechnikfrei ist. Diese Meinung vertritt auch Dr. Maren Heincke vom Zentrum für gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Die promovierte Agrar-Ingenieurin stellt die Unterschiede der klassischen Züchtung und der gentechnischen Pflanzenzüchtungsmethoden gegenüber: „Für die Agro-Gentechnik gibt es nur unzureichende Langzeituntersuchungen, während man bei der konventionellen Methode auf einen Erfahrungszeitraum von 10.000 Jahren zurückblicken kann.“ Heincke widerspricht deshalb der Behauptung der Gentechnikbefürworter, dass man nur graduell eine Weiterentwicklung bekannter Züchtungsverfahren vorantreibe. „Wenn ich nur ein Gen verändere, dann verändere ich eine Vielzahl an Faktoren“, so Heincke.

Genveränderte Pflanzen auf Kirchenäckern verbieten

Die Kirchenleitung der EKHN empfiehlt den Gemeinden, die Äcker verpachten, den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen auf Kirchenland zu verbieten. Heincke hält es für unethisch, dass im Zuge der Gentechnik Patente auf (gentechnisch veränderte) Lebewesen vergeben werden

[Björn Raddatz]