Meldung

22. März 2007

Evangelische Kirche in Mainz fordert Planungsstopp für Kohlekraftwerk

Weltweites Klimabündnis soll eingehalten werden




Kontakt und weitere Informationen: Pfarrer Stephan Müller-Kracht
Tel.: 06131- 68 44 00

Die Dekanatssynode Mainz, die aus Vertretern aller Evangelischen Kirchengemeinden und Einrichtungen in Mainz besteht, hat in ihrer Tagung am 15. März 2007 sich mit großer Mehrheit für einen Stopp des Neubaus eines Kohlekraftwerkes auf der Ingelheimer Aue in Mainz ausgesprochen. Die Stellungnahme solle ein Signal an alle verantwortlichen Personen sein, die Entscheidung zu überprüfen und dabei die neuen Fakten zu Kosten und Wirtschaftlichkeit zu bedenken.

In der Stellungnahme heißt es, durch den Neubau werde am Standort Mainz zukünftig statt der vereinbarten Reduzierung des Co2-Ausstoßes wesentlich mehr ausgestoßen. Die Stadt Mainz konterkariert damit Ihre Mitgliedschaft im weltweiten Klima-Bündnis. Es sei der Eindruck entstanden, dass alternative Möglichkeiten zur Energiegewinnung unzureichend im Vorfeld geprüft wurden.

Die Evangelische Dekanatssynode Mainz fordert daher im Sinne der Bewahrung der Schöpfung von den Kraftwerken Mainz-Wiesbaden AG:

  • Sofortiger Planungsstopp des Projektes „Steinkohlekraftwerk in Mainz“.
  • Erarbeitung von Alternativen, insbesondere die eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerkes und Kombinationsmöglichkeiten mit CO2-neutralen Energiekonzepten.
  • Wirtschaftliche Begutachtung dieser Energiekonzepte durch einen unabhängigen Gutachter, der vom Klimaschutzbeirat der Stadt Mainz bestellt wird.
  • Eine klare, zeitnahe und verlässliche Informationspolitik gegenüber der Bevölkerung, die letztendlich Eigentümer der "Kraftwerke Mainz Wiesbaden" ist.

 

[Gregor Ziorkewicz/RD]