Meldung

22. August 2008

Schöpfung bewahren – Zukunft maßvoll gestalten: Demonstration gegen den Bau eines neuen Kohlekraftwerkes

Klima-Allianz warnt vor erhöhtem CO2-Ausstoß



„Mit dieser Demonstration werden wir ein Zeichen für den Klimaschutz setzen. Wir wollen zeigen, dass mit Kohlekraftwerken keine auf die Zukunft hin ausgerichtete Art der Energieerzeugung möglich ist“, erklärt Dr. Hubert Meisinger, Referent für Umweltfragen im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, gegenüber der Online-Redaktion der EKHN. Damit weist er auf die Demonstration am 13. September 2008 gegen den Bau des neuen Blocks des Kohlekraftwerkes Staudinger bei Hanau hin.

Argumente der Klima-Allianz

Der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON beabsichtigt, die drei bestehenden Kohlekraftwerksblöcke bei Hanau durch ein neues Steinkohlekraftwerk (Block 6) zu ersetzen. Da sich der jährliche CO2-Ausstoß durch Block 6 von heute fünf auf acht Millionen Tonnen erhöhen würde, hat die Klima-Allianz jetzt im Rahmen eines Aktionstages zu der Demonstration aufgerufen. Auch die EKHN ist Mitglied dieser Allianz aus über 90 gesellschaftlichen Gruppen, die mit Aktionen darauf aufmerksam macht, dass eine neue Klima- und Energiepolitik notwendig ist.
Die Klima-Allianz gibt zu bedenken: „Mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 40-50 Jahren und heutiger Technologie würde man mit neuen Kraftwerken hohe CO2-Emissionen auf Jahrzehnte zementieren.“ Umweltexperte Meisinger unterstreicht: „Das können wir uns nicht erlauben.“ In ihren Flugblättern weist die Klima-Allianz außerdem darauf hin, dass die Schadstoffbelastung der Rhein-Main-Region durch Feinstäube und Schwermetalle mit Block 6 zunehmen würde.

Demonstration am 13. September

Der Theologe und Pfarrer Hubert Meisinger hat sich entschlossen: „Es gilt, die Schöpfung für kommende Generationen zu bewahren. Wenn wir in die Natur eingreifen, sollte das behutsam und maßvoll geschehen, ohne deren eigene Entwicklungsmöglichkeiten zunichte zu machen. Wir sind Mitgeschöpf unter anderen Geschöpfen Gottes. Deshalb fahre ich am 13. September in Richtung Hanau!“
Ab 14.00 Uhr beginnt die Demonstration als Sternmarsch vom Feuerwehrhaus in Hainburg-Hainstadt, der Sporthalle in Klein-Auheim und anderen Startpunkten. Die Gruppen begegnen sich dann auf den Mainwiesen gegenüber dem Kraftwerk. Dort werden u.a. Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND, Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen), Hermann Scheer (SPD) und Vertreter anderer politischer Parteien und gesellschaftlicher Gruppierungen sprechen.


[Rita Deschner / HM]