Meldung

11. September 2008

Ökologische Bauweise und Architektur des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung finden international Beachtung

Die englisch- und französischsprachige Architekturzeitschrift „ecologiK“ veröffentlichte einen Artikel über das Gebäude der EKHN



„Die Vorgehensweise ist originell, die Lösungswege einfach: zurückhaltende Formensprache und Nutzung der Sonnenenergie.“ So fasst der Journalist Yves Minssart die Bauweise des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung zusammen. Er berichtet in der Ausgabe vom April/Mai 2008 der französischen Fachzeitschrift „ecologiK – architectures et urbanisme éco-responsables“ über das Gebäude der EKHN (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau). Ein Mitarbeiter der französisch- und englischsprachigen Zeitschrift ist im letzten Jahr am „Tag der Architektur“ auf das kirchliche Bauwerk in Mainz aufmerksam geworden.

Ökologische Bauweise

„All die unterschiedlichen Bauteile und Lösungen, welche die Belange der Umwelt berücksichtigen, spiegeln das Engagement der Designer wieder - aber die Haltung der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau wurde ebenso unterstrichen,“ heißt es in dem Artikel. In ihm werden die ökologischen Maßnahmen benannt, welche die Architektengruppe SES aus Mühlheim in ihren Planungen berücksichtigt und umgesetzt hatte: „An den nach Osten und Westen ausgerichteten Fassaden haben die Türen und Fenster eine Dreifachverglasung mit einer zusätzlichen Dämmung. Daher kann das Gebäude die beträchtlichen Sonneneinstrahlung nutzen.“ Schließlich wird erläutert, wie der Einsatz von Computertechnik die ökologische Bauweise unterstützt: „Die Lüftung trägt dank elektronisch gesteuerter Fensterflügel zum Energiesparen bei.“ Hier führt der Autor außerdem die anwesenheits- und dämmerungsgesteuerte Beleuchtung, energiesparende Geräte und Pumpen auf. Weiterhin profitiere das Gebäude von der ökologisch gewonnenen Fernwärme. Schließlich komplettiere eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach die Maßnahmen.
Ergänzend wäre noch zu erwähnen, dass der Neubau als hoch dämmende Holzkonstruktion errichtet wurde.

Weiterhin würdigt der Autor den ökologischen Aspekt, der bereits vor der eigentlichen Planungsphase berücksichtigt wurde. Denn man hatte sich gegen einen kompletten Neubau entschieden, sondern das schon existierende Gebäude harmonisch in den neuen Teil integriert. Dadurch wurden die Baukosten gesenkt und die Einschränkungen für die Anwohner hielten sich in Grenzen.

Sozialer Aspekt

Abschließend wird das soziale Engagement der EKHN hervorgehoben, da die Zusammenarbeit während der Bauphase mit der Evangelischen Jugendwerkstatt Gießen erwähnt wird, die arbeitslose Jugendliche fördert.

Hintergrund

Das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung wurde im Dezember 2006 eingeweiht. Seitdem arbeiten darin die Fachleute der EKHN für drängende gesellschaftliche Fragen wie Arbeitslosigkeit, Ökonomie, Sozial- und Familienpolitik, Handwerk, Ländlicher Raum, Jugend und Gesellschaft, Bildung, Ökumenischer Sozialethik sowie für die Wirtschaftbereiche Rheinhessen, Südhessen, Rhein-Main und Mittelhessen.
Die EKHN engagiert sich für nachhaltigen Klimaschutz zur Bewahrung der Schöpfung. Aus diesem Grund hat sie unter anderem bereits im Jahr 2001 Ökobaurichtlinien herausgegeben und eine Handreichung für den Klimaschutz am Arbeitsplatz. In einem „Klima-Special“ sind die wesentlichen Informationen und Anregungen zum Thema im Internet zusammen gefasst: zum Klima-Special.


[Rita Deschner]