Bericht
Kloster Höchst auf Ökostrom umgestiegen
Ein weiterer Schritt hin zu einer klimafreundlichen Kirche
Mehr zum Thema:
Ökostrombroschüre (PDF)
Mit der Broschüre „Warum Ökostrom? Anstöße zum Umsteigen“ des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN werden Basisinformationen an Kirchenvorstände, Bauausschüsse und kirchliche Gremien für einen Umstieg auf Ökostrom gegeben.
Klimafreundliche Kirche
Weitere Handreichungen
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Das Kloster Höchst deckt ab sofort seinen Strombedarf ausschließlich mit Ökostrom. "Uns ist wichtig, dass wir – gerade auch als Jugendbildungsstätte – einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten, damit wir unseren Kindern eine lebenswerte Umwelt sichern", benennt Ulrich Flick, Hausleiter, eins der Motive für den Umstieg auf Ökostrom. „Auch, wenn die Kosten etwas höher sind als bei herkömmlichen Strom, das wollen wir (uns) auf jeden Fall leisten“ fügt er zuversichtlich hinzu.
Das Kloster Höchst hat sich für den Energieversorger Lichtblick entschieden, dort wird der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugt. Das Kloster Höchst benötigt derzeit 150.000 Kilowattstunden pro Jahr. Dies entspricht dem jährlichen Bedarf von ungefähr 40 Familien-Haushalten. Der Umstieg auf Ökostrom bedeutet eine Reduzierung des CO²-Ausstoßes um ca. 80-90 t pro Jahr. Es ist das erstes Tagungshaus der EKHN mit Ökostrom und wir hoffen, dass weitere dem Beispiel folgen“ stellt A. Frenz, Geschäftsführerin der Tagungshäuser der EKHN fest.
Der Umstieg ist ein weiterer Baustein im Klimaschutzkonzept des Tagungshauses der EKHN im Odenwald. Die Prämisse „nachhaltiger Umgang mit Energieressourcen“ wird in Höchst in beide Richtungen weiterentwickelt: 1. Woraus soll die Energie erzeugt werden? 2. Wie kann das Tagungshaus möglichst energiesparend betrieben werden? Erst im Sommer 2008 wurde deshalb das Dach des Jugendtrakts im Kloster Höchst, dessen bis heute unsanierte Substanz aus den 70er Jahren stammt, ökologisch gedämmt. Die Kehlbalkendecke in diesem, sogenannten ‚Neuen Bau’ wurde mit Holzfaserdämmplatten aus nachwachsenden Rohstoff gedämmt. „Diese waren etwas teurer als herkömmliche Styroporplatten. Nicht zu vernachlässigen sind auch hier die großen Mengen CO², die wir der Umwelt erspart haben.“ fügt Ulrich Flick hinzu. Nach und nach rüstet das Tagungshaus zur Zeit alle Lichtquellen auf Energiesparlampen um. Die weitere Planung sieht ein Blockheizkraftwerk für das Tagungshaus vor.
Erst im April hatte die Kirchensynode der EKHN auf ihrer Frühjahrstagung die Kirchenleitung gebeten, aus dem EKD-Klimaschutzkonzept praktische Konsequenzen für die EKHN zu ziehen und sich so für eine zukunftsfähige Gestaltung des Klimawandels einzusetzen. Die Zielvorgabe der EKD-Synode (Reduktion der CO²-Emissionen bis zum Jahr 2015 um 25%) wird im Kloster Höchst im Jahr 2009 mit einer Reduktion um knapp 40% damit bereits übererfüllt werden. „Unser Arbeiten mit umweltfreundlichen Energien und der nachhaltige Umgang mit Energie will einen Beitrag dazu leisten, aber es sind auch wichtige Botschaften an unsere Gäste, die täglich ins Kloster kommen, gleich welchen Alters und Herkunft.“ fügt U. Flick abschließend hinzu.
Rita Deschner / DB]
zurück | letzte Aktualisierung: 08.05.2009 | copyright by EKHN