Bericht

9. Dezember 2009

Hilfe für die Menschen vor Ort als aktiver Klimaschutz

Die EKHN will ihren eigenen CO2-Ausstoß in den nächsten zehn Jahren um 25 Prozent reduzieren



„Ich lege jedem ans Herz, etwas für die Aktion Brot für die Welt zu spenden,“ sagt Ute Greifenstein, Beauftragte für Brot für die Welt in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Hilfsprojekte und das Engagement für den Klimaschutz sprechen für die Aktion. So werden in Tansania Lehmöfen eingeführt, die um die Hälfte weniger Brennholz benötigen. Dies hilft einerseits den Frauen, die weniger Feuerholz sammeln müssen, andererseits erspart jeder Herd der Atmosphäre pro Jahr eine Tonne Kohlendioxyd.

Forderungen der Kirche zum Klimaschutz

Das Engagement von Brot für die Welt dehnt sich außerdem auf die politische Ebene aus. Brot für die Welt wie auch die EKHN sind Mitglieder der Klima-Allianz, die mit Aktionen die teilnehmenden Politiker auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen auffordern, einen aktiven Beitrag zum Erfolg des Klimagipfels zu leisten. Ein riesiges “Aquarium” vor dem Brandenburger Tor, in dem eine Verhandlungsrunde beim Klimagipfel nachgestellt wurde, veranschaulichte die Forderung. Und sie erreichte die Menschen. Dr. Hubert Meisinger, Umweltreferent der EKHN, zeigte sich sehr erfreut über das riesige Medienecho.

Spendenkonto Brot für die Welt:

Gesamtkirchenkasse Evangelische Kreditgenossenschaft eG
Kontonr. 4 10 00 00,
BLZ 520 604 10
Stichwort "Brot für die Welt"

Brot für die Welt

Klimafreundliche Kirche: Handreichungen, Energiespar-Tipps,...

Klima-Allianz: Klimagipfel in Kopenhagen

Kirchliche Kampagnenseite „Countdown to Co2penhagen“

Im HR-Fernsehen hatte Dr. Volker Jung, der Kirchenpräsident der EKHN, bereits am 4. Dezember seine Forderungen für die UN-Klimakonferenz benannt: „Die jetzt in Kopenhagen versammelten Regierungen haben eine historisch zu nennende Aufgabe. Es geht um ein völkerrechtlich verbindliches Klimaabkommen, das dringend benötigt wird.“


Evangelische Kirche in Hessen und Nassau leistet aktiven Beitrag

Die EKHN setzt sich bereits für den Klimaschutz ein, indem sie beispielsweise Kirchengemeinden bei energiesparenden Baumaßnahmen unterstützt. Im Hessen-Fernsehen nannte Kirchenpräsident Jung das Ziel: „Die EKHN möchte gerne den Co2-Ausstoß in den nächsten zehn Jahren um 25 Prozent reduzieren.“

Nachdenken über einen anderen Lebensstil

Um den Klimaschutz weiter voranzutreiben, sei allerdings auch die Wirtschaft herausgefordert, so der Kirchenpräsident. „Das Wachstumsdenken ist insofern in Frage zu stellen, als darüber nachgedacht werden muss, dass Wachstum nicht mit Ressourcenverbrauch verbunden sein darf.“ Schließlich forderte Jung jede Bürgerin und jeden Bürger auf darüber nachzudenken, wie wir unseren Lebensstil ändern können, um den Co2-Verbrauch zu senken.

Engagement der Kirchen

Mit einem Kopenhagen-Aufruf der Kirchen soll die Bundesregierung aufgefordert werden, sich für ein gerechtes und ambitioniertes Klimaabkommen einzusetzen. Die deutsche Kampagne „Countdown to Co2penhagen“ ist Teil einer weltweiten ökumenischen Bewegung, an der zahlreiche Partnerorganisationen aus aller Welt mitmachen. Alle, die aktiv werden und sich beteiligen wollen, finden auf der Kampagnen-Seite im Internet Informationen und Materialien.

Selbst aktiv werden

So können Sie beispielsweise per Online-Formular die verantwortlichen Politiker dazu auffordern, für eine deutliche Reduktion der Treibhausemissionen einzutreten. Außerdem lassen sich Postkarten bestellen, die am Arbeitsplatz oder in der Kirchengemeinden verteilt werden können. Wer sie erhält, schickt den Aufruf an die Bundesregierung. Alle weltweit gesammelten Unterschriften werden während des Weltklimagipfels in Kopenhagen am 12. Dezember an die Vereinten Nationen überreicht. Kirchengemeinden sind dazu aufgerufen, sich am Internationalen Klima-Aktionstag am 12. Dezember zu beteiligen, indem sie beispielsweise zu einem Gemeindeabend über „Klimawandel und Gerechtigkeit“ einladen.

[Rita Deschner]