Bericht
Engagement für erneuerbare Wärme beim Bundesumweltminister
Zu den Unterzeichnern des Briefes an den Minister gehört der Umweltpfarrer der EKHN
Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung
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Brief an den Bundesumweltminister: Haushaltssperre für erneuerbare Wärme aufheben (PDF)
Am 6. Mai wird der Haushaltsausschuss des Bundestages darüber entscheiden, ob die bestehende Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm für erneuerbare Wärme bestehen bleibt. Deshalb hat die Klima-Allianz, zu deren Mitglieder auch die EKHN gehört, per Brief Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen aufgefordert, die Haushaltssperre so schnell wie möglich aufzuheben. Die Gelder für das Marktanreizprogramm sollen dabei im vollen ursprünglich vorgesehenen Umfang freigeben werden. Zu den Unterzeichnern des Briefes der Klima-Allianz vom 29. April 2010 gehört auch Dr. Hubert Meisinger als Umweltpfarrer der EKHN.
Die Verfasser des Briefes machen darauf aufmerksam, dass von den für diesen Bereich ursprünglich eingeplanten 468 Millionen Euro bereits 20 Millionen gestrichen und dann weitere 115 Millionen gesperrt wurden. Die restlichen Mittel seien Ende dieses Monats bereits ausgeschöpft. Die Unterzeichner warnen: „Der Förderung von Wärmepumpen, Holzpelletöfen, solarthermischen Anlagen und Mini-KWK-Anlagen droht damit das Aus.“
Sie erinnern daran, dass ein Förderstopp dem Klima schaden würde. Deutschland habe sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgase bis 2020 um 40% zu reduzieren, um damit seinen Beitrag zum globalen Klimaschutz zu leisten. „Der Bereich der erneuerbaren Wärmeerzeugung gilt als `schlafender Riese´ im Klimaschutz, da sich durch Heizungsmodernisierung ein großer Teil der Treibhausgase reduzieren lässt, dieses Potenzial bisher aber weitgehend ungenutzt bleibt. Die Streichung der Fördermittel wird diesen Trend weiter verstärken, statt ihn umzukehren.“
Zur Gegenfinanzierung schlägt die Klima-Allianz vor, Subventionen zurückzufahren, die negative Wirkungen auf Gesundheit und Umwelt hätten – dies würde rund 42 Milliarden Euro ausmachen.
Die EKHN ist auf Beschluss der Kirchenleitung am 1. Januar 2008 der Klima-Allianz beigetreten. Diese ist ein breites gesellschaftliches Bündnis von über 100 Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Kirche, Jugend, Tierschutz, Verbraucherschutz und Gewerkschaften, die sich für konsequenten Klimaschutz einsetzen.
[Rita Deschner, HM]
zurück | letzte Aktualisierung: 30.04.2010 | copyright by EKHN