Bericht
Krankheiten und genetisch geschädigte Kinder als Folgen radioaktiver Verseuchung
Umweltpfarrers engagierte sich in Biblis für einen Ausstieg aus der Kernenergie und einen beschleunigten Umstieg auf erneuerbare Energien
Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung
Pfarrstelle für Umweltfragen
Albert-Schweitzer-Straße 113-115
55128 Mainz
Telefon: 06131 - 2874450
Der Wortlaut:
Ansprache (PDF)
Gebete, Fürbitten und Gedenken (PDF)
"Als Geschöpfe Gottes sind wir zu wunderbaren Leistungen fähig, bleiben dabei aber immer auch fehlerhaft. Von daher muss auch unsere Technik fehlerfreundlich sein. Atomkraft ist dies nicht", EKHN-Umweltpfarrer Hubert Meisinger am Ostermontag auf einer Kundgebung in Biblis. Etwa 10.000 Menschen demonstrierten für einen Ausstieg aus der Kernenergienutzung. An dem Aktionstag nahmen auch zahlreiche Menschen aus der EKHN teil.
Gesundheitliche Folgen eines GAUs
Während seiner Ansprache machte Meisinger deutlich, welche langfristigen gesundheitlichen Folgen ein atomarer GAU habe. Der Umweltpfarrer berichtete, dass in Tschernobyl die Kranken- und Sterberate unter den Menschen besonders hoch sei, die die Aufräum- und Reparaturarbeiten durchgeführt haben. 90 Prozent von ihnen seien Invaliden, bis zum Jahr 2005 sollen 114.000 bis 125.000 der Aufräumkräfte verstorben sein. "Besonders tragisch ist das Schicksal tausender Kinder, die totgeboren wurden oder als Säuglinge starben, die mit Fehlbildungen und Erbkrankheiten zur Welt kamen", betonte Meisinger.
In Biblis hielt der EKHN-Umweltpfarrer Hubert Meisinger zu jeder vollen Stunde eine Andacht. Außerdem sprach er beim Abschlussgedenken um 16 Uhr.
Rita Deschner / Stephan Krebs
zurück | letzte Aktualisierung: 26.04.2011 | copyright by EKHN