Bericht

24. November 2011

Aktiv auf dem Weg zu den Klimaschutzzielen der EKHN

Umweltpfarrer präsentierte der Synode bereits umgesetzte Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen

"Nachhaltigkeit und Klimaschutz sollen zum Prinzip kirchlichen Handelns werden", so die Botschaft von Dr. Hubert Meisinger, Umweltpfarrer der EKHN. Auf der Herbstsynode 2011 der EKHN in Frankfurt am Main erläuterte er, dass dieses Prinzip die Durchführung von Veranstaltungen ebenso umfasse wie die  Formulierung von Gesetzen.
Er nennt Beispiele: "So kann der Weg zu kirchlichen Veranstaltungen energiesparend mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder auf dem Rad oder wenn mit dem Auto, dann mit Fahrgemeinschaften zurück gelegt werden. Selbst wenn Gesetzesvorlagen in davon unabhängig erscheinenden Bereichen erarbeitet werden, sollte der Gedanke der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden -  beispielsweise in der Informationstechnologie. Aber auch in Predigten kann das Thema Nachhaltigkeit aufgegriffen werden."

Nachhaltiges Klimakonzept wird erarbeitet

Essenz des Aktionstages zum Klimaschutz der EKHN am 1. Oktober 2011

1. Die Resolution
Die Resolution, die auf dem „Aktionstag zum Klimaschutz“ verfasst wurde, verlas Präses Dr. Oelschläger den anwesenden Synodalen. Die Forderungen wurden an den Ausschuss für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung weitergegeben.
Text der Resolution des Aktionstages zum Klimaschutz:

"Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Besucherinnen und Besucher des ersten "Aktionstages zum Klimaschutz" der EKHN am 1.10.2011 in Groß-Umstadt bitten die Synode der EKHN, die theologischen, baulichen, finanziellen, organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die EKHN das Ziel des integrierten Klimaschutzkonzeptes (eine Reduktion des C02-Ausstosses bis 2015 um 25 % auf der Basis der Werte von
2005) erreicht und sich engagiert weiter auf den Weg zu einer klimaverträglicheren Kirche begibt."

2. Fünf Schlüsse des Synodalen Vollmer aus dem Dekanat Vorderer Odenwald
Das Dekanat Vorderer Odenwald hatte den Klimawandel in diesem Jahr als Jahresthema ausgewählt. Der Synodale Dr. Michael Vollmer fasste seine Erfahrungen aus regionaler Perspektive in fünf Schlüssen zusammen:
Fünf Schlüsse zum ersten Aktionstag zum Klimaschutz der EKHN (PDF)


Meisinger berichtete, dass der "Runde Tisch Klima" der EKHN in Zusammenarbeit mit der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg ein integriertes Klimaschutzkonzept zu den vier Bereichen Liegenschaften, Mobilität, Beschaffung und Schöpfungstheologie / Bewusstseinsbildung erarbeite. Mit der Umsetzung des Konzeptes wolle die Kirche 25 % CO2 bis zum Jahr 2015 einsparen. Mit dieser Zielvorgabe hatte sich die Synode der EKHN im Frühjahr 2009  eine entsprechende Aufforderung des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands zueigen gemacht.

Projekte und Initiativen veranschaulichen kirchliches Engagement für den Klima- und Umweltschutz

"Zum Glück wurde in der EKHN bisher nicht nur über Umweltschutz geredet, sondern es gibt schon viele unterschiedliche Initiativen in diesem Bereich - wir sind auf dem Weg", sagte Meisinger. Um das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Kirche im Umweltbereich zu veranschaulichen, stellte er die wichtigsten Initiativen in der EKHN vor:

Start vor der eigenen Haustür: Weg zur Synode als Teil des Klimaschutzkonzeptes

Diese Initiativen werden schließlich strategisch im Integrierten Klimaschutzkonzept der EKHN gebündelt. Eine Voraussetzung ist allerdings, dass der gegenwärtige Zustand erhoben wird. Wie viel CO2-Ausstoß verursachen elektrische Geräte in den kirchlichen Einrichtungen? Und natürlich: Wie viel CO2 verbrauchen die Teilnehmenden der Synode auf ihrem Weg zum Veranstaltungsort in Frankfurt? Und so gaben die Synodalen in einem Fragebogen darüber Auskunft, mit welchem Verkehrsmittel sie zur Synode gekommen seien.
"Nach der Auswertung aller Erhebungen können wir Umsetzungsmöglichkeiten empfehlen und Anreize schaffen, zu einer noch klimafreundlicheren Kirche zu werden", erklärt Meisinger das weitere Vorgehen.


Rita Deschner / HM