Meldung

19. Dezember 2007

Bundesfamilienministerin eröffnet das Mehrgenerationenhaus Eschborn

Evangelische Kirchengemeinde bringt Alt und Jung zusammen  


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Eschbornhaus

Träger und Initiator: Evangelische Familienbildung im Dekanat Kronberg

Dekanat Kronberg

„Wir legen in ganz Deutschland den Grundstein für ein neues Miteinander der Generationen“, erklärte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, bei der Eröffnung des Mehrgenerationenhauses in Eschborn. Zusammen mit Ministerpräsident Roland Koch und Propst Sigurd Rink hat sie am 17. Dezember 2007 den Startschuss für das generationenübergreifende Projekt im evangelischen Gemeindehaus in Eschborn gegeben. Die Bundesministerin erklärte, weil sich der Familienhalt unter den Generationen auflöse, könnten die Jungen jahrhunderte lang Überliefertes in ihrem eigenen Leben nicht mehr weitertragen. In jedem Kreis werde es ein Mehrgenerationenhaus geben, das den Kreislauf des Gebens und Nehmens zwischen den Generationen wieder in Bewegung setzen soll.

Vielfältiges Programm: Begegnungcafé, Beratung und Wunsch-Oma

Das Eschbornhaus vereint im evangelischen Gemeindezentrum die Angebote der Evangelischen Kirchengemeinde und der Familien- und Erwachsenenbildung des Dekanats Kronberg. In der Starphase, die im neuen Jahr beginnt, wird ein offenes Begegnungscafé eingerichtet.

Gruppenbild
Quelle: Hans Genthe
Im Mehrgenerationenhaus werden sich Senioren, Erwachsene, Jugendliche und Kinder begegnen

Dazu kommen Beratungsangebote sowie ein Großelternservice wo man seinen Wahl-Enkel oder die Wunsch-Oma treffen kann. Bereits jetzt hat sich der Mittagstisch bewährt, der jeden Dienstag frisch Gekochtes für Ältere und für Mütter mit Kindern für 3 Euro anbietet. Und die Evangelische Familienbildung hat einen Teil ihres Programms 2008 auf das Mehrgenerationenhaus ausgerichtet.

Kirchliches Engagent für ein Miteinander der Generationen

Ministerpräsident Roland Koch betonte, wie zunehmend wichtig das Ehrenamt gerade in einem solchen Haus sei: „Wir dürfen nicht alles was wir tun, professionalisieren.“ Vieles, was früher ehrenamtlich geschehen sei, werde inzwischen hauptamtlich getan. Schon jetzt steckten in diesem Haus jedes Jahr viele tausend ehrenamtliche Stunden. Bürgermeister Wilhelm Speckhardt lobte das hohe Engagement „beider Kirchen für die Kleinsten in der Stadt“. Propst Sigurd Rink nannte die Evangelische Kirchengemeinde Eschborn einen „starken Knoten im Netzwerk der 1100 evangelischen Kirchengemeinden in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.“ Pfarrer Reinhold Ihrig wies darauf hin, dass das Mehrgenerationenhaus in Eschborn ein offenes Angebot für alle ist. „Hier geschieht Gemeinde im eigentlichen Sinn, unabhängig davon, ob man in einer Mitgliederkartei steht.“

Pfarrer Hans Genthe