Flughafenausbau
Flughafenausbau: Nachbesserungen notwendig
Evangelische Kirche sieht planmäßige Ausnahmen bei Nachtflügen als zu hoch an
Wiesbaden, 18. Dezember 2007. Der Propst in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Sigurd Rink (Wiesbaden), hat kurz nach der Bekanntgabe des Planfeststellungsbeschlusses am heutigen Dienstagmorgen zum Ausbau des Frankfurter Flughafens die Position der Kirchenleitung der EKHN deutlich gemacht: Positiv sei hervorzuheben, dass der Planfeststellungsbeschluss sich weitestgehend an die Beschlüsse des Regionalen Dialogforums halte. „Man soll die Planfeststellung nicht als Ganzes verwerfen“, äußerte sich der Kirchenvertreter. Er stelle gleichzeitig fest, die durch Hessens Wirtschaftminister Dr. Alois Rhiel heute genehmigte Planfeststellung müsse nachgebessert werden.
Das Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr sehe jetzt 17 planmäßige Ausnahmen vor. Diese Zahl sei noch immer zu hoch. Die evangelische Kirche sei gemäß der Gespräche im Dialogforum von einem völligen Nachtflugverbot – dem Verzicht auf sämtliche planmäßigen Flüge - ausgegangen. „Jede Flugbewegung in der Mediationsnacht ist eine zuviel“, urteilte Rink. Die Nachtruhe der Anwohner des Flughafens bleibe ein hohes Gut. Der Propst begrüßte die Ankündigung des Wirtschaftsministeriums, die neue Landebahn Nordwest zwischen 23 und 5 Uhr komplett zu schließen. Der Propst für Süd-Nassau, Rink, vertritt im Auftrag der Kirchenleitung seit dem Jahr 2000 die EKHN im Regionalen Dialogforum.
Dr. R. Töpelmann
zurück | letzte Aktualisierung: 18.12.2007 | copyright by EKHN