Anschläge in London - Juli 2005
Muslime und Christen beteten gemeinsam für den Frieden
Friedensbotschaft aus Bibel und Koran verkündet
„Ihr feigen Terroristen,“ waren die ersten Worten des Imams der DITIB-Moschee in Gießen während des islamisch-christlichen Friedensgebetes auf dem Gießener Kirchenplatz am 8. Juli 2005. Zu dem Gebet hatten die muslimischen Gemeinden
Gießens
aufgrund der Anschläge in London aufgerufen.
Das fand Anklang: „Eine ganze Reihe von Passanten sind stehen geblieben und einige haben sich für die gute Idee bedankt,“ berichtete Klaus Weißgerber, Pfarrer der evangelischen Stadtkirchenarbeit
in Gießen.
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Friedensmeditationen im Oktober und November
Mechthild Gunkel, die
Pfarrerin für Friedensarbeit in der EKHN, weist auf die "Friedensmeditationen 2005
im Gedenken an Simone Weil" am 01.10.2005 und 11.11.2005, hin. Interessierte erhalten dabei die Möglichkeit, an Gefühlen der Ohnmacht und Ermüdung angesichts von Terror, Krieg und
Gewalt zu arbeiten. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Lebensgeschichte von Simone Weil, die sich als französische Jüdin taufen ließ und sich für die Widerstandsbewegung einsetzte. Die Teilnehmenden werden gemeinsamen schweigen, meditieren
und miteinander sprechen.
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Kein Mensch, der einen Glauben hat, kann das verstehen
Der Kirchenpräsident äußert sich zu den Anschlägen in London
Anlässlich der Anschläge in London äußerte sich heute am 7. Juli Prof. Peter Steinacker, der Kirchenpräsident der EKHN, in Darmstadt. Wörtlich sagte er: "Wer immer die Bomben in die Londoner Busse und U-Bahnen gelegt
hat: Er wollte mitten hinein in die Gesellschaft schlagen. ..."
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Wachtet und betet für den Frieden!
Gebet für die Betroffenen der Bombenanschläge in London
Herr, auf dich traue ich,
lass die Menschen nimmermehr zuschanden werden,
errette sie durch deine Gerechtigkeit!
Neige deine Ohren zu ihnen, hilf ihnen eilends!
Sei ihnen ein starker Fels und eine Burg, dass du ihnen helfest!
(nach Psalm 30)
Fürbitte
Wir kennen das anonyme Labyrinth unserer Großstädte
und die ungewisse Angst
dort einer Gewalttat zum Opfer zu fallen.
Deshalb suchen wir unseren Halt bei dir
und denken zugleich an die Menschen in London,
für die aus Ängsten furchtbare Wirklichkeit geworden ist:
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Fernseh-Andacht "Das Wort zum Sonntag"
von Helwig Wegner-Nord, Pfarrer in der EKHN
Was können Menschen einander antun! Grausame Verletzungen an Leib und Seele. Wie viel Zerstörung, wie viel Sterben, wie viel Trauer. Und vor allem die Angst. Die Angst vor Gewalt, vor Schmerzen und vor plötzlichem Tod. In der U-Bahn, beim
Zeitung-Lesen im Bus. Diese Angst bleibt. Nicht nur in London, sondern auch in deutschen Städten. Sie kommt uns immer näher.
Das "Wort zum Sonntag" - Schrecken der Nacht
Radio-Andacht auf HR1 und HR2: Terror in London
[Pfarrer Christoph Busch] Als erstes ist mir dieses kindliche Kirchenlied eingefallen: „Dass Dieb und Räuber unser Gut und Leiber nicht angetast’ und grausamlich verletzet, dawider hat sein Engel sich gesetzet.“ Eine altertümliche Sprache, an der
ich mich festhalte. Aber vielleicht sollte man schweigen. Wie die in London gestern nach den Anschlägen, die über sie hereingebrochen sind, früh gegen 9 Uhr an mehreren Orten im belebten Verkehr.
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zurück | letzte Aktualisierung: 14.09.2007 | copyright by EKHN