Frieden
Erinnerung an die Opfer des Atombombenabwurfs am 6. August
Kirchen fordern nukleare Abrüstung
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Am 6. August 1945, vor genau 62 Jahren, warf die US-Luftwaffe die erste Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima, drei Tage später folgte der zweite Atombombenabwurf auf die Stadt Nagasaki. In den beiden Städten kamen durch die radioaktive Verstrahlung unzählige Menschen ums Leben oder erlitten grausame Verletzungen. In den Städten entstand eine nie da gewesene Verwüstung.
An dieses Ereignis erinnert Mechthild Gunkel, die Friedenspfarrerin der EKHN aus dem Zentrum Ökumene. Am 6. August denken weltweit Opfer, Hinterbliebene und Nicht-Regierungs-Organisationen an die Folgen des Atombombeneinsatzes und rufen zur nuklearen Abrüstung auf.
Situation heute
Auch heute sind weltweit 26.000 nukleare Sprengköpfe einsatzbereit, auch in NATO-Staaten. Allein in der Deutschland, in Büchel und Ramstein, lagern über 150 atomare Sprengköpfe aus US-Arsenalen, von denen jede das 200-fache der Sprengkraft der Hiroshimabombe hat.
Engagement der Kirchen
Die Kirchen fordern seit Jahrzehnten dazu auf, sich für die Ächtung aller Nuklearwaffen und die nukleare Abrüstung einzusetzen. Im Januar 2007 riefen landeskirchliche Friedensausschüsse und christliche Friedensdienste gemeinsam Gemeinden und Kirchen dazu auf, sich im Sinne der „Mayors for Peace“ für internationale Friedenspartnerschaften zwischen Kirchengemeinden und Kirchen einzusetzen. Auch der Atomwaffensperrvertrag sei verbindlicher und umfassender zu gestalten. Die 9. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen forderte im Februar 2006 in Porto Alegre: „Die Kirchen müssen die Staaten so lange mahnen, bis sie die unwiederlegbare Tatsache anerkennen, dass Kernwaffen moralisch nicht zu rechtfertigen sind.“Mechthild Gunkel / RD
zurück | letzte Aktualisierung: 14.09.2007 | copyright by EKHN