Stellungnahme

4. Mai 2011

Kirchenpräsident bezieht Stellung zum Tod von Osama bin Ladens


Volker Jung hebt die Bedeutung rechtsstaatlicher Verfahren hervor

 

Dr. Volker Jung, der Kirchenpräsident der EKHN, hat sich am 4. Mai 2011 in Darmstadt zum Tod von Osama bin Laden geäußert: "Erleichterung über den Tod von Osama bin Laden kann ich nachvollziehen. Auch die Hoffnung, dass damit der Terror geschwächt werden könnte. Ich habe allerdings auch die Sorge, dass das Gegenteil eintreten könnte. Mit dieser Sorge sehe ich auch die Freudenfeiern aus den USA, die mich doch befremdet haben. Aus christlicher Sicht kann ich mich über den Tod eines Menschen nicht freuen, selbst dann nicht, wenn er ein kaltblütiger Massenmörder ist. Auch aus rechtsstaatlicher Sicht hätte ich mir ein anderes Vorgehen – ein Verfahren vor dem internationalen Gerichtshof - gewünscht und es hätte unserem gemeinsamen Kulturkreis gut angestanden. Aber ich sehe natürlich auch die Schwierigkeiten, die damit von der ersten Sekunde an verbunden gewesen wären."

 

[Stephan Krebs]