Bericht
Gelebte Feindesliebe als realistische Richtschnur für politisches Handeln
Pfarrerin Helga Trösken hebt anlässlich des Gedenkens zum 11. September die konstruktive Aufgabe von Friedensfachkräften in ihrer Morgenfeier hervor
„Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen.“ Diese Aussage Jesu hält Pfarrerin Helga Trösken, ehemalige Pröpstin für Rhein-Main, auch in der Politik und im Kampf gegen den Terror für wegweisend. Anlass ihrer Gedanken ist die Erinnerung an die terroristischen Anschläge am 11. September vor zehn Jahren auf das World Trade Center in New York, auf das Pentagon in Washington und beim Flugzeugabsturz bei Shanksville. In der Morgenfeier für hr2, die am 11. September 2011 gesendet wird, stellt sie fest: „Zehn Jahre nach dem 11. September 2001 bestimmt der Kampf gegen den Terrorismus immer noch die Politik und die Gesetzgebung.“
Mit Liebe und Vertrauen die Spirale der Gewalt durchbrechen
Vor diesem Hintergrund fragt sie sich, wie der tödliche Kreislauf der Gewalt durchbrochen werden könne und gibt selbst den wegweisenden Impuls: „Menschen, die Frieden stiften, schaffen Vertrauen, indem sie Vertrauen vorgeben.“ Wie Feindesliebe praktisch und lösungsorientiert gelebt werden kann, erklärt sie am Beispiel der Friedensfachkräfte: „Das sind zumeist junge Menschen, die ausgebildet sind in gewaltfreier Konfliktlösung. Sie entwickeln mit den Menschen in Kriegs- und Krisengebieten Strategien und Ziele, wie Frieden eine Chance bekommt.“
Die Morgenfeier wird am Sonntag ab 7.30 Uhr auf hr2 gesendet und lässt sich danach im Internet nachlesen.
Mit Gottesdiensten, Andachten und Konzerten gedenken viele evangelische Kirchengemeinden in Hessen und Nassau den Opfern und der Folgen.
[Rita Deschner / PWB]
zurück | letzte Aktualisierung: 09.09.2011 | copyright by EKHN