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Evangelische Kirche spendet für Restaurierung des Luther-Denkmals
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Das Spendenkonto:
Sparkasse Worms-Alzey-Ried
Konto-Nr.: 290
BLZ: 553 500 10
Verwendungszweck: Restaurierung Lutherdenkmal
Das Evangelische Dekanat Worms-Wonnegau sowie zahlreiche evangelische Kirchengemeinden unterstützen die Restaurierung des Wormser Lutherdenkmals. Im Rahmen eines Gespräches mit dem Oberbürgermeister der Stadt Worms, Michael Kissel, überreichten jetzt Vertreter des Dekanatssynodalvorstands (DSV) der Stadt einen Scheck von 3.150 Euro. Bereits im Vorfeld hatten einige Gemeinden das städtische Vorhaben mit Sonderkollekten gefördert. Im Betrag ist auch eine Spende der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Höhe von 500 Euro enthalten, die auf Betreiben des Kirchenpräsidenten Professor Dr. Peter Steinacker zustande kam.
Oberbürgermeister Kissel bedankte sich für dieses Engagement bei einem Besuch im Evangelischen Dekanatsbüro: „Luther wäre stolz auf Sie.“ Der OB ergänzte: „Dieser Betrag reicht für eine der Nebenfiguren.“ Kissel betonte, dass sich damit das städtische Vorhaben als sinnvoll erweise, an die Tradition des Luthervereins anzuknüpfen und die Gesamtkosten der Restaurierung von 88.000 Euro zur Hälfte durch bürgerschaftliches Engagement zu finanzieren. „Der Erhalt dieses Denkmals geht nicht zuletzt auch das ganze evangelische Worms etwas an“, ergänzte Präses Klaus Martin.
Im Gespräch mit Martin, der stellvertretenden DSV-Vorstandsvorsitzenden Pfarrerin Jutta Herbert und DSV-Mitglied Bettina Knuth berichtete der Oberbürgermeister vom aktuellen Stand der Restaurierungsmaßnahmen. Dabei kämen feinmechanische Arbeiten „wie bei einem Zahnarzt“ zum Zuge. Er hoffe, dass die Arbeiten noch im Frühjahr und vor der touristischen Saison abgeschlossen werden könnten, so Kissel.
Dekan Harald Storch, der zum Gesprächstermin erkrankt war, sagte im Vorfeld: „Das Lutherdenkmal ist ein wichtiger Identifikationspunkt für den Protestantismus – und zwar nicht nur für diese Region, sondern auch darüber hinaus.“ Das Lutherdenkmal weise zudem durch die Vor-Reformatoren, die sich am Denkmal um die Lutherfigur gruppieren, in besonderer Weise auf die europäische Dimension der Reformation hin, so Storch weiter.
Präses Martin informierte den OB anschließend über das Evangelische Dekanat Worms Wonnegau und seine vielfältigen Arbeitsbereiche, das in Rheinhessen mit gut 57.000 Mitgliedern das größte Dekanat darstelle. Zudem sei die Evangelische Kirche in Worms-Wonnegau mit über 700 Beschäftigungsverhältnissen ein großer Arbeitgeber, so Martin. Der Wormser Oberbürgermeister sagte abschließend: „Ich lege auf die Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Dekanat Worms-Wonnegau großen Wert; sie ist Ausdruck des guten Miteinanders in dieser Stadt.“
Die Vertreter des Dekanats bemühten sich gegenüber Kissel, das Gespräch nicht zu sehr in die Länge zu ziehen. Schließlich ist von der Einweihung des Denkmals im Jahre 1868 noch überliefert, dass der damalige evangelische Stadtdekan so lange gepredigt habe, das der König von Preußen beinahe einen Sonnenstich erlitten hätte.
[Fabian Berg]
zurück | letzte Aktualisierung: 14.09.2007 | copyright by EKHN