Meldung

18. September 2006

Cordelia Kopsch in den Rat der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) gewählt

Evangelische Kirchen in Europa sollen enger zusammenarbeiten

 

Oberkirchenrätin Cordelia Kopsch, Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), wurde am 16. September in den Exekutivausschuss (Rat) der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) gewählt.

Evangelisch sein in Europa

„Das Europabewusstsein der Kirchen ist gewachsen“, sagte Cordelia Kopsch nach ihrer Wahl am Ende der 6. Vollversammlung der GEKE in Budapest. Nach ihrer Beobachtung vergewisserten sich die protestantischen Kirchen, was es bedeute, in Europa evangelisch zu sein, viel stärker noch als auf der letzten Vollversammlung in Belfast 2001. Auf der Vollversammlung wurde deutlich – so Kopsch –, dass die Kirchen nicht nur nach dem inhaltlichen Profil fragten, sondern auch, wie diese Gemeinschaft praktisch funktionieren könne. So habe man konkrete Schritte zu verbindlicheren Strukturen vereinbart und man wolle das Mandat für den Rat und das Präsidium stärken.
Für die Zukunft Europas wünscht die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten sich Kirchen, die sich „nicht mehr konkurrent verstehen“, sondern als eine Gemeinschaft versöhnter Verschiedenheit. Dabei sei ihr ein wichtiges Anliegen, dass der innerevangelische Zusammenhalt auch „wirklich an der Basis ankommt.“
Die rund 120 Delegierten der GEKE (Leuenberger Kirchengemeinschaft) aus 105 Mitgliedskirchen hatten unter dem Thema „Gemeinschaft gestalten – Evangelisches Profil in Europa“ vom 12. bis 18. September 2006 in der Ungarischen Hauptstadt getagt.

EKHN: Mitglied im Exekutivausschuss und Auftrag für Lehrgespräche

Cordelia Kopsch wird gemeinsam mit den weiteren 12 Mitgliedern des Exekutivausschusses bis zur nächsten Vollversammlung die Geschäfte der Kirchengemeinschaft führen. Zum geschäftsführenden Präsidenten wählte die Versammlung den Schweizer Theologen Thomas Wipf.
Zwei theologische Lehrgespräche, die auch die EKHN beträfen, hat die Vollversammlung in Auftrag gegeben. Dabei soll über das Schriftverständnis und das Verständnis von Amt, Ordination und Leitung der Kirche beraten werden. Hintergrund für diese Arbeitsaufträge seien sehr unterschiedliche Kirchenverfassungen in Europa sowie abweichende Auffassungen über die Auslegung der Schrift, die bis zu Frage der Frauenordination führten.

Cordelia Kopsch
Quelle: EKHN
Oberkirchenrätin Cordelia Kopsch wurde in den Exekutivausschuss (Rat) der GEKE gewählt.

Evangelische Kirchen wollen europäischen Einigungsprozesses thematisch begleiten

Zu Ende ging die 6. Vollversammlung mit der Selbstverpflichtung, die Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa zu vertiefen. In dem einstimmig angenommenen Schlussbericht bekräftigen die Delegierten aus den Mitgliedskirchen der GEKE die Notwendigkeit, politische, soziale und wirtschaftliche Themen des europäischen Einigungsprozesses künftig intensiver zu begleiten.

 

 

[Pfarrer Hans Genthe, Pfarrer Stefan Knöll]