Ökumene

14. Februar 2008
Korea-Forum

Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ökumenischen Forum für Frieden, Wiedervereinigung und Entwicklungszusammenarbeit auf der koreanischen Halbinsel (Quelle: Detlev Knoche)


Kirchen setzen sich für eine Annäherung mit Nordkorea ein

Bemühungen um die Wiedervereinigung zwischen Nord- und Südkorea werden unterstützt

 

Die christlichen Kirchen wollen ihre Unterstützung für Nordkorea vernetzen und sich aktiv für eine Politik der Annäherung und Wiedervereinigung der beiden koreanischen Staaten einzusetzen. Dieses Ziel streben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Ökumenischen Forums für Frieden, Wiedervereinigung und Entwicklungszusammenarbeit auf der Koreanischen Halbinsel“ an, das Anfang Februar in Arnoldshain statt fand.

Das Abschlussstatement der Sitzungsteilnehmer schloss mit einem Appell: „Wir bitten die weltweite Christenheit die Gefahren eines Krieges auf der koreanischen Halbinsel zu bedenken, gemeinsam mit uns zu beten und die Stimmen gegen eine Politik der Konfrontation und gegen Maßnahmen die dem Wohl aller Koreanerinnen und Koreaner schaden zu erheben.“
Die Initiative zur Gründung dieses Forum ist während einer Friedenskonsultation der PROK (Presbyterianische Kirche in der Republik Korea), eine Partnerkirche der EKHN, im Jahr 2006 in Seoul entstanden.

Die Teilnehmenden

Hochrangige Vertreter aller acht im Nationalen Kirchenrat Koreas (NCCK) zusammengeschlossenen Kirchen, die Delegierten des Nordkoreanischen Christenrates, sowie Vertreterinnen und Vertreter  des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), der Christian Conference of Asia (CCA) und von Kirchen, Missionswerken und kirchlichen Agenturen der Entwicklungszusammenarbeit der USA, Kanadas, der Schweiz, Englands und der Bundesrepublik hatten sich zu der  gemeinsamen Sitzung des Ökumenischen Forums getroffen. Gastgeber des Treffens war die EKD.

Begegnungstagung im Vorfeld

Zuvor hatte unter dem Thema „Frieden, Wiedervereinigung und soziale Entwicklung – Modelle, Szenarien und Konzepte für die Zukunft auf der Koreanischen Halbinsel“ eine deutsch-koreanischen Begegnungstagung vom 5.-7. Februar in Arnoldshain statt gefunden. Dort analysierten die Kirchenvertreter die gegenwärtige Situation und mögliche Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel aus deutscher, südkoreanischer und nordkoreanischer Sicht. Weiterhin standen die Berichte und der Austausch über bestehende Kooperationen mit Nordkorea im akademischen, politischen und humanitären Bereich im Mittelpunkt.

Das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland (EMS), die Evangelische Akademie Arnoldshain und das Zentrum Ökumene der EKHN hatten zu der Tagung eingeladen. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Partnerschaftsgruppen, koreanischen Gemeinden in der Bundesrepublik, Vertreter der acht im Nationalen Kirchenrat Koreas (NCCK) zusammengeschlossenen Kirchen sowie drei Vertreter des Nordkoreanischen Christenrates (KCF) hatten daran teilgenommen.

[Detlev Knoche / RD]