Bericht
Interkonfessionelles Miteinander im Mainzer Dom gewürdigt
Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten sprach zum 1000-jährigen Jubiläum des Mainzer Willigisdomes
Für die guten interkonfessionellen Beziehungen bedankte sich Oberkirchenrätin Cordelia Kopsch, Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten der EKHN, bei Kardinal Karl Lehmann in Mainz. Anlass war der Gottesdienst am 1. Februar, mit dem das 1000-jährige Jubiläum des Mainzer Willigisdomes eröffnet wurde.
Gemeinsam beten und singen
In ihrem Grußwort zeigte sich Cordelia Kopsch erfreut darüber, dass Evangelische und Katholische im Dom gemeinsam beten und singen können. So sei es beipielsweise seit fast zwölf Jahren möglich, dass neben dem katholischen auch ein evangelischer Schulpfarrer der benachbarten Willigisschulen im Dom regelmäßig Wortgottesdienste mit der Schulgemeinde feiert. "Wo katholische und evangelische Christen gemeinsam das Geheimnis des dreieinigen Gottes feiern und nicht so sehr auf ihre Unterschiede starrten, bleibt der Weg zu einer Gemeinschaft der Kirchen in Jesus Christus offen", so die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten.
Orten, an denen man die Anmut Gottes spürt
Zuvor bezog sie sich auf den verstorbenen Kabarettisten Hans Dieter Hüsch, der zu Lebzeiten stundenlang im Dom verweilte, um Ruhe und Stille zu suchen. Cordelia Kopsch nimmt wahr, dass die Menschen unserer Zeit ein größer werdendes Bedürfnis nach spirituellen Orten, Rückzugspunkten mitten im Alltag haben. "Nach Orten, an denen man die Anmut Gottes spürt, weil sie von Gebeten und Liedern so vieler Menschen vor uns erfüllt wurden." Abschließend wünschte Kopsch dem Bistum Mainz im Namen der EKHN bei der weiteren Gestaltung des Domjubiläums viel Erfolg "zur Förderung der guten Beziehungen zwischen katholischen und evangelischen Gemeinden in Mainz, dem Bistum und der Landeskirche."
(Stefan Knöll / RD)
zurück | letzte Aktualisierung: 02.02.2009 | copyright by EKHN