Meldung
"Moscheebau ist Ausdruck der Integration"
Evangelische Dekanatssynode Nord spricht sich für den Bau in Frankfurt-Hausen aus
Evangelischer Regionalverband Frankfurt a.M., Fachbereich II :
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Erklärung im Wortlaut
Als einen "Ausdruck der Integration" hat die Evangelische Dekanatssynode Frankfurt Nord auf ihrer Sitzung am 4. Oktober den geplanten Moscheebau in Hausen bezeichnet. Mit großer Mehrheit haben die Delegierten der evangelischen Kirchengemeinden im Frankfurter Norden eine Erklärung verabschiedet, in der sie sich für den Moscheebau der Hazrat-Fatima-Gemeinde in Hausen aussprechen. "Als evangelische Christinnen und Christen sehen wir uns in der Verantwortung, zu einem differenzierten und sachlichen Dialog beizutragen, in den Diskussionen vor Ort zu vermitteln und mögliche Konflikte zu deeskalieren", heißt es in der Erklärung.
Muslime als Teil der Gesellschaft
Die Synode nehme kritisch wahr, dass der geplante Moscheebau und die Sorgen der Menschen im Stadtteil zunehmend dazu benutzt würden, Ängste und Vorurteile vor "dem Islam" und einer mutmaßlich drohenden "Islamisierung" zu schüren. Mit Hinweis auf die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit betonen die Delegierten, dass die Muslime als Teil der Gesellschaft angekommen seien und sie positiv mitgestalten wollten. "Pauschale Urteile über ‚die Muslime' und ‚den Islam' führen deshalb nicht weiter."
Hazrat-Fatima-Gemeinde ist am interreligiösen Dialog beteiligt
Die Hazrat-Fatima-Gemeinde habe sich in Griesheim in der Vergangenheit als eine gut integrierte und zum Dialog offene Gemeinde präsentiert. Sie sei Mitglied im lokalen interreligiösen Arbeitskreis, zu dem die evangelische und katholische Gemeinde vor Ort gehören. Generalsekretär Ünal Kaymakci habe gemeinsam mit evangelischen und katholischen Gemeinden an verschiedenen interreligiösen Veranstaltungen mitgewirkt und sei für Ilona Klemens, Pfarrerin für Interreligiösen Dialog in Frankfurt, einer der wichtigsten Dialog- und Kooperationspartner. "Wir sehen in diesen Erfahrungen eine wichtige und ermutigende Basis für einen vertrauensvollen und offenen Dialog, der mit und in dieser Moscheegemeinde weitergeführt werden sollte."
[Evangelischer Regionalverband, RD]
zurück | letzte Aktualisierung: 05.10.2007 | copyright by EKHN