Meldung
Die Zukunft der Christen im Nahen Osten steht auf unsicherem Terrain
Libanesischer Theologe informierte die Synodalen der EKHN über die Situation der Christen
„Die Situation der Christen in den Ländern des Nahen Ostens ist eine der Marginalisierung und der Verzweiflung“, sagte Prof. Dr. George Sabra, Dekan der Evangelisch-Theologischen Hochschule für den Nahen Osten (NEST) in Beirut, am 25. April 2009 vor der Synode der EKHN in Frankfurt. Die EKHN hat enge Verbindungen zu der Hochschule, denn in den letzten viereinhalb Jahren verbrachten neun Pfarrer aus Hessen-Nassau dort ihren Studienaufenthalt.
In seinem Vortrag erwähnte der libanesische Theologe allerdings auch, dass prominente islamische Persönlichkeiten und viele muslimische Intellektuelle öffentlich die historische Rolle und die Beiträge arabischer Christen anerkannt haben. Sie riefen nahöstliche Christen auf, im nahen Osten zu bleiben und nicht zu emigrieren.
Allerdings sei vor allem die Lage im Irak schwierig. „Im Irak, vor allem seit der amerikanischen Invasion von 2003, werden Christen in vielen Regionen des Landes verfolgt, der islamischen Scharia unterworfen, entführt, ihre Läden werden angegriffen, Kirchen niedergebrannt und viele sind ermordet worden,“ berichtete der Professor. Vor den Synodalen betonte er, dass eine feste und dauerhafte Beziehung mit der weltweiten Kirche notwendig für das Wohlergehen der Christen im Nahen Osten sei.
Weiterhin nannte Sabra drei wesentliche Faktoren, welche die Abwanderung der nahöstlichen Christen in den Westen einschränken und ihre Präsenz vor Ort sichern könnte.
Die Faktoren lassen sich in seiner Rede, die hier im Wortlaut zur Verfügung steht, nachlesen:
[Rita Deschner, DB]
zurück | letzte Aktualisierung: 28.04.2009 | copyright by EKHN